Bundesliga

Gladbach: Das Duell zwischen Ramy Bensebaini und Oscar Wendt

Gladbach: Kopf-an-Kopf-Duell

Bensebaini und Wendt: Kommt jetzt die Wachablösung auf links?

Ramy Bensebaini gegen Oscar Wendt

Der Kampf um die linke Abwehrseite: Ramy Bensebaini gegen Oscar Wendt. imago images

Viele Fragezeichen gibt es nicht, wenn man sich die Konkurrenzsituation in der Defensive anschaut. Setzt man voraus, dass Trainer Marco Rose beim Rückrundenauftakt auf Schalke auf eine Viererkette setzt, sind drei der vier Plätze vergeben. In der Innenverteidigung bleibt es beim bewährten Gespann mit Matthias Ginter und Nico Elvedi. Rechts hinten wird Stefan Lainer in der Startelf stehen. Nur auf der linken Abwehrseite ist offen, wer den Zuschlag erhält. Dort liefern sich "Altmeister" Oscar Wendt und Sommer-Zugang Ramy Bensebaini ein Kopf-an-Kopf-Duell.

Nachdem sich die Borussen frühzeitig aus den zwei Pokalwettbewerben verabschiedet haben, dürfte die Zeit des Jobsharings auf links vorbei sein. Ein Wechselspiel, wie in der Hinrunde mit Blick auf die Belastungssteuerung praktiziert, ist eigentlich nicht mehr nötig, wenn für die nächsten Monate nur noch Bundesliga auf dem Programm steht. Die Wachablösung auf der Linksverteidigerposition rückt daher immer näher - weil Ramy Bensebaini mit seinen Leistungen gezeigt hat, dass er mehr ist als eine reine Alternative zum Dauerbrenner Wendt.

Das hat ihn, auch vom Selbstbewusstsein her, noch mal einen Schritt nach vorne gebracht.

Sportdirektor Max Eberl über Bensebainis Doppelpack gegen Bayern

Bensebaini stieß im Sommer aufgrund der Afrika-Cup-Teilnahme mit Algerien erst verspätet zu den Fohlen. Der Zugang von Stade Rennes, 7,5 Millionen Euro teuer, brauchte etwas Zeit, um den Rückstand aufzuholen und sich in das Spielsystem zu integrieren. Doch mit jedem Einsatz spielte sich der bissige und bei Offensivstandards torgefährliche Linksverteidiger weiter in den Vordergrund.

"Mit dem vorläufigen Höhepunkt gegen den FC Bayern", sagt Max Eberl, "dort hat er nicht nur beide Tore erzielt, sondern auch ein gutes Spiel gemacht. Das hat ihn, auch vom Selbstbewusstsein her, noch mal einen Schritt nach vorne gebracht." Für den Sportdirektor steht deshalb fest: "Jetzt ist die Position auf der Linksverteidigung eine, um die ein Zweikampf auf Augenhöhe herrscht."

Es wird spannend, ob Rose Bensebaini gleich zum Rückrundenstart das Vertrauen schenkt. Dass der Zeitpunkt bald kommen muss, an dem auf der Linksverteidigerposition die Weichen Richtung Zukunft gestellt werden, liegt auf der Hand: "Altmeister" Wendt (Vertrag läuft aus) ist schon 34 Jahre alt, Bensebaini zehn Jahre jünger.

Jan Lustig

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