NFL

NFL: Am Boden eine Macht: San Francisco 49ers schalten Vikings aus

San Francisco schlägt Minnesota klar mit 27:10

Am Boden eine Macht: Colemans Niners schalten Vikings aus

Kendrick Bourne

Sorgte für den Traumstart nach Pass von Jimmy Garoppolo: Kendrick Bourne von den 49ers. Getty Images

San Francisco steht nach dem klaren und hochverdienten Heimerfolg nun im NFC Championship Game und trifft am 20. Januar (0.40 Uhr MEZ) auf den Sieger der Spielpaarung Green Bay Packers gegen Seattle Seahawks. Für das in New Orleans noch starke Minnesota endet die Saison nach einer enttäuschenden Vorstellung, bei der QB Kirk Cousins nur selten Akzente setzen konnte (20/28, 151 Yards, 1/1) und Running Back Dalvin Cook bei 18 Yards Raumgewinn am Boden hängen blieb.

Ganz anders da sein Gegenüber Tevin Coleman, der mit 105 Yards am Boden und zwei TD-Läufen zum Matchwinner avancierte. Spielmacher Jimmy Garoppolo landete bei 11/19, 131 Yards und je einem Touchdown und einer Interception.

Frühe Touchdowns, danach kaum Spannung

Das Spiel begann wunschgemäß in den Augen der erwartungsfrohen Niners-Anhängerschaft in Santa Clara. Beim ersten Drive gingen die Kalifornier wie ein heißes Messer durch die Butter, schlussendlich fand Garoppolo Kendrick Bourne mit einem kurzen Pass - 7:0. Die Antwort der Vikings ließ nicht lange auf sich warten. Gut vier Spielminuten später fing Stefon Diggs einen langen Pass von Kirk Cousins, schüttelte seinen Widersacher ab und vollendete einen 41-Yards-Spielzug mit dem 7:7.

Interceptions von Garoppolo und Cousins

Tevin Coleman beim TD

TD! Tevin Coleman erreichte die Endzone gleich zweimal und knackte die 100 Yards. getty images

Im zweiten Viertel waren die Hausherren mit einem Fünfeinhalb-Minuten-Drive über 53 Yards an der Reihe, veredelt von Tevin Coleman, der bei seinem kurzen Run ins Ziel leichtes Spiel hatte. Bis zur Pause kam Minnesota nochmals nah an die Endzone heran, musste sich letztlich aber mit einem 39-Yarder von Dan Bailey zum 10:14-Pausenstand begnügen. Kurz zuvor hatte sich Garoppolo einen abgefangenen Pass geleistet, Eric Kendricks hatte aufgepasst. Alles war also offen.

Dies galt auch noch einige Zeit nach der Halbzeitpause. Bis auf ein Field Goal von Robbie Gould (35 Yards) zum 17:10 für San Fran tat sich auf dem Scoreboard zunächst wenig. Dies lag auch an einer Interception von Cousins (Richard Sherman klaute sich das Ei) im dritten Abschnitt.

Sherels patzt beim Punt Return

Die Niners schalteten nun auf Laufspiel um und walzten zum letztlich vorentscheidenden Touchdown übers Feld. Abermals blieb es Coleman vorbehalten, zum 24:10 aufzustocken. Wenig später ließ Minnesotas Punt Returner Marc Sherels einen Schuss von Mitch Wishnowsky fallen wie eine heiße Kartoffel - Raheem Mostert war zur Stelle und sicherte seinem Team Ballbesitz kurz vor der Endzone! Weil die Vikings-Defense danach kompakt und wach agierte, blieb es bei der kleinen Strafe: Gould schoss zum 27:10 durch die Stangen (21 Yards). Zu Beginn des vierten Viertels war der Käse praktisch gegessen.

Enger wurde es nicht mehr, weil den Vikings an diesem Tag die Mittel fehlten, um noch an einem Comeback schnuppern zu können.

aho

Die Allstars der NFL: Das ist das All-Pro-Team 2019