Bundesliga

Bayerns Kader zu dünn - Flick: "Viele Alternativen gibt es nicht"

Bayerns Startelf stellt sich gegen Hertha BSC fast von selbst auf

Bayerns Kader zu dünn - Flick: "Viele Alternativen gibt es nicht"

Hans-Dieter Flick

Blickt mit einigen Personalsorgen auf den Rückrundenstart: Hans-Dieter Flick. imago images

Wer gesund ist und nicht gesperrt, der spielt. So simpel stellt sich die Situation für Bayerns Trainer Hansi Flick eine Woche vor dem Auftakt bei Hertha BSC dar. Mit Niklas Süle, Lucas Hernandez und Javi Martinez werden ihm drei Defensivstützen fehlen, mit Kingsley Coman und ziemlich sicher auch Serge Gnabry die Stammspieler auf den Flügeln, dazu der gelbgesperrte Joshua Kimmich. "Viele Alternativen gibt es nicht", sagte Flick nach dem 2:5 in Nürnberg und ein weiterer Satz, sonst eine Binse, ist tatsächlich von Bedeutung: "Wichtig war für mich, dass sich kein Spieler verletzt hat."

Gegen die Berliner dürfte jene Elf beginnen, die in Nürnberg nach 45 Minuten mit 1:1 in die Halbzeit ging und danach komplett gegen Talente aus der U 23, der A- und sogar der B-Jugend ausgetauscht wurde. Mit einer, vielleicht zwei Ausnahmen. Der am Freitag zum zweiten Mal Vater gewordene und für Nürnberg freigestellte Thiago wird Kimmich auf der Sechserposition ersetzen. Und wenn Robert Lewandowski nach seinem Eingriff an der Leiste rechtzeitig fit wird - die Chancen stehen gut - rückt der Torjäger in die Mannschaft. Dafür muss Ivan Perisic weichen. Es sei denn, Flick stellt den Kroaten auf den linken Flügel und Philippe Coutinho dafür ins Zentrum. Dann würde es wohl Corentin Tolisso treffen.

Wenn Du bis zum Ende auf drei Hochzeiten tanzen willst, bist du darauf angewiesen, mehr als 13, 14 fitte Spieler zu haben.

Joshua Kimmich über die Personalsituation

Der Rest stellt sich von selbst auf. Vor Manuel Neuer dürften von rechts nach links Benjamin Pavard, Jerome Boateng, David Alaba und Alphonso Davies verteidigen. Neben Thiago und Coutinho sind Thomas Müller und wohl auch Leon Goretzka gesetzt. Auf der Bank blieben dann neben Tolisso oder Perisic noch die Jungprofis Michael Cuisance und Fiete Arp, dazu Talente wie Joshua Zirkzee, der Doppeltorschütze und Matchwinner vor Weihnachten, Lars-Lukas Mai oder Leon Dajaku. "Momentan sind wir in der Breite dünn besetzt", analysiert Joshua Kimmich, der weiß: "Wenn Du bis zum Ende auf drei Hochzeiten tanzen willst, bist du darauf angewiesen, mehr als 13, 14 fitte Spieler zu haben."

Flick sieht es - noch - nicht dramatisch, er sagt: "Wir haben eventuell zwei, drei Wochen, die wir überstehen müssen, bis der nächste Spieler zurück ist." Doch wer garantiert, dass das Verletzungspech nicht erneut zuschlägt? Immer klarer wird: Die Kaderplanung im Sommer mit einem zu dünnen Kader kann sich schnell rächen. Zumal ein Neuzugang nicht in Sicht ist und sich ohnehin erst eingewöhnen müsste. Der FC Bayern pokert hoch, Ausgang ungewiss.

Frank Linkesch

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