Bundesliga

Bayer Leverkusen: Peter Boszs Streicheleinheit für Kai Havertz

Positives Fazit des Trainers - "Das war wieder Kai, wie wir ihn kennen"

Leverkusen: Boszs Streicheleinheit für Havertz

Kai Havertz blühte im Trainingslager von Bayer Leverkusen auf

Gut gelaunt: Kai Havertz genießt die Rückendeckung von seinem Coach Peter Bosz. imago images

Aus Bayer 04 Leverkusens Trainingslager in La Manga berichtet Stephan von Nocks

…die Form von Havertz: "Ich sage, Kai ist nicht im Tief. Ich habe schon am ersten Tag im Training gesehen, dass er frei im Kopf ist. Das ist wichtig für einen so jungen Spieler. Ich habe auch mit ihm gesprochen und ihm gesagt, wenn er jetzt kein Tor schießt und kein Tor vorbereitet, dass es auch dann schon anders aussieht. Jetzt hat er zwei schöne Tore geschossen. Aber unabhängig davon bin ich der Meinung, dass er ein sehr gutes Spiel gemacht hat. Er war überall beteiligt, ist sehr viel gelaufen. Das war wieder der Kai wie wir ihn alle kennen."

Spielersteckbrief S. Bender

Bender Sven

Spielersteckbrief Tah

Tah Jonathan

Spielersteckbrief Demirbay

Demirbay Kerem

Spielersteckbrief Amiri

Amiri Nadiem

Spielersteckbrief Havertz

Havertz Kai

Spielersteckbrief Palacios

Palacios Exequiel

Spielersteckbrief Bailey

Bailey Leon

Spielersteckbrief Retsos

Retsos Panagiotis

…das Debüt von Palacios: "Es war mein erster Live-Eindruck von ihm. Er hat mir sehr gut gefallen. Das Spiel gegen St. Gallen war nichts für Weicheier. Das war anstrengend und hart. Wenn man dann selber nicht so in die Duelle reingeht, wäre es schwierig geworden. Das hat er gut gemacht. Doch für mich war wichtiger, dass er nicht nur defensiv gut gestanden ist und hart gespielt hat, sondern dass er auch in Ballbesitz gezeigt hat, dass er ein sehr guter Spieler ist. Das hat man auch bei Kerem Demirbay gesehen, der gleich besser ins Spiel kam. Wir hatten eine Kombination in der zweiten Hälfte, bei der wir sechs, sieben, acht Mal direkt gespielt haben und die fast zu einem Tor geführt hätte. Die hat bei Palacios angefangen. Wir müssen nicht nach einem Siel in Euphorie verfallen, aber zumindest kann man sagen, dass er ein guter Spieler ist."

…Palacios Eingewöhnung ins Bosz-System: "Ein guter Spieler wird sich an jedes System anpassen. Unabhängig vom System. Für ihn als Mittelfeldspieler ist es etwas einfacher. Ich weiß nicht, wieviel er schon verinnerlicht hat. Ich habe ihn die ersten Tage in Ruhe gelassen und am Mittwoch das erste Gespräch mit ihm geführt. Da habe ich ihm gesagt, dass er die Zeit bekommt. Jetzt bekommt er die Zeit auch noch durch seine Sperre (drei Bundesligaspiele, Anm. d. Red.), leider."

…die Anfälligkeit für Konter: Das ist bedenklich, absolut. Wir bekommen zu viele Gegentore. Utrecht war nur ein paar Mal in unserer Hälfte und es war gleich gefährlich. Das darf nicht passieren. Das können wir besser. Das müssen wir besser verteidigen. Wir haben einfache Fehler gemacht. Unsere Restverteidigung war nicht gut organisiert. Wir wollten Druck machen und dann kommt der lange Ball. Beim ersten Tor war der Stürmer ganz frei. Da war die Abstimmung zwischen Jonathan Tah und Panagiotis Retoso nicht gut. Vielleicht auch, weil Jona und Panos noch nicht oft zusammengespielt haben in letzter Zeit."

…den Vorzug, den Nadiem Amiri in der vermeintlichen Elf für Paderborn vor Kerem Demirbay erhielt: Das habe ich gemacht, weil Kerem am Wochenanfang das Fußball-Konditions-Training nicht mitmachen konnte, weil er verletzt war. Es wäre auch möglich gewesen, dass wir Kerem im ersten Spiel eingesetzt hätten. Leon Bailey, Wendell, die in Paderborn gesperrt sind, und Aleksandar Dragovic (der Innenverteidiger durfte wegen einer Sperre aus der Sommervorbereitung gegen Utrecht nicht mitwirken, Anm. d. Red.) habe ich im zweiten Spiel gegen St. Gallen spielen lassen. Die Mannschaft, die gegen Utrecht gespielt hat, war noch nicht komplett die für Paderborn."

…sein Fazit zum Trainingslager: "Sehr positiv. Es hat schlecht angefangen mit der Nachricht von Charles Aranguiz (der Mittelfeldstratege fällt mit einem Faserriss in der Wade zum Wiederauftakt sicher aus, Anm. d. Red.). Das war eine Enttäuschung. Und das Ende war auch schlecht, weil Sven Bender nicht spielen konnte, weil ihm Joel Pohjanpalo im Abschlusstraining einen Pferdekuss verpasst hat. Für Sven wären die Spielminuten gut gewesen. Aber mit allem dazwischen bin ich zufrieden. Ich habe Gespräche mit den Spielern geführt, wir haben gut trainiert. Alles war positiv."

…Sven Benders Verletzung: "Ich weiß nicht, ob er hätte spielen können, wenn es ein Bundesligaspiel gewesen wäre. Aber für das Spiel nächste Woche in Paderborn wird das kein Problem."

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