Bundesliga

Augsburg-Coach Martin Schmidt: "Antennen sind wieder scharf gestellt"

Augsburgs Trainer über die Erkenntnisse aus dem Test

Schmidt: "Die Antennen sind wieder scharf gestellt"

Martin Schmidt

Martin Schmidt sieht den FC Augsburg auf einem guten Weg. imago images

Aus Augsburgs Trainingslager auf Malta berichtet David Bernreuther

Gegen den Letzten der belgischen Liga schickte Schmidt ein Team auf den Platz, das auch am nächsten Samstag beim Rückrundenauftakt gegen Borussia Dortmund spielen könnte. Nach dem Test sprach der FCA-Coach über ...

... das 3:3 gegen Cercle Brügge: "Es war vor allem in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel. Wir haben uns Chancen herausgearbeitet, waren aber zu wenig effektiv in der Box. In der zweiten Halbzeit war es beiderseits sehr fehlerhaft. Es war ein typisches Spiel am Ende einer Trainingslagerwoche, in dem man bei beiden Teams eine gewisse Müdigkeit gesehen hat."

Man hat gesehen, dass er nicht nur im Zentrum, sondern auch auf der linken Außenbahn spielen und Tore schießen kann. Das ist ein Pluspunkt.

Martin Schmidt über Fredrik Jensen

... die Erkenntnisse aus dem Test: "Wenn wir gut und kompakt stehen, können wir jeden Gegner bespielen. Wenn die Abstände größer werden und wir die Positionen verlassen, werden wir schnell ausgetrickst und fressen Tore. Es sind uns Flüchtigkeitsfehler passiert, die uns in der Bundesliga nicht passieren dürfen. Vor allem die Rückpässe vor dem dritten Gegentor. Das wissen beide Innenverteidiger (Tin Jedvaj und Jeffrey Gouweleeuw, d. Red.) selbst. Die zwei ärgern sich am allermeisten, das hilft oft zur Straffung. Die Antennen sind jetzt wieder scharf gestellt."

... den Doppelpack des eingewechselten Fredrik Jensen: "Er hat gezeigt, dass er in der Mannschaft drinbleiben will und torgefährlich ist. Man hat gesehen, dass er nicht nur im Zentrum, sondern auch auf der linken Außenbahn spielen und Tore schießen kann. Das ist ein Pluspunkt."

... die Auswechslung von Ruben Vargas: "Ruben einen Schlag auf die Rippen bekommen, er hat einen leichten Schmerz in der Bewegung, aber nicht beim Schnaufen. Wir hoffen, dass es nur eine Prellung und nichts Schlimmeres ist. Wir werden ihn direkt untersuchen und hoffen, dass er bis nächsten Samstag fit wird."

... Alfred Finnbogason, der nach seiner Schulterverletzung in den Testspielen noch nicht zum Einsatz kam: "Er ist noch nicht so weit, da fehlt noch vieles. Auch im Training macht er noch keine Zweikämpfe, beim Passspiel und bei taktischen Abläufen ist er dabei. Wir müssen ihn langsam in die Spielformen und Zweikämpfe integrieren. Irgendwann muss es auch krachen, damit man sieht, wie stabil die Schulter ist. Er ist auf einem guten Weg, braucht aber noch ein bisschen Trainingszeit, bis er wieder auf seinem alten Level ist."

Nur ein, zwei Spieler fehlen - "Wir schauen, dass daraus Leistung entsteht"

... den Konkurrenzkampf im Abwehrzentrum: "Wir haben die super Situation, dass wir drei Innenverteidiger in Top-Form haben. Gegen Brügge haben wir gesehen, dass man fehlerhaft ist, wenn man nicht die hundertprozentige Spannung auf dem Platz hat. Felix Uduokhai macht Druck, das ist klar. Auch Marek Suchy hat gezeigt, dass er Routine reinbringt, ihm fehlt vielleicht noch ein bisschen Wettkampfrhythmus."

... die große Personalauswahl: "Das wollen wir ja. Hoher Konkurrenzdruck ist eine Triebfeder, um erfolgreich zu spielen. Die Herausforderung für einen Trainer ist: Wie moderiere ich das? Wie halte ich die Männer bei Laune? Wie bringe ich die Besten auf den Platz? Von unserem Kader sind alle bis auf einen oder zwei Spieler im Training. Das ist eine Luxussituation. Wir schauen, dass daraus Leistung entsteht."

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