FIFA

Die Geschichte des Team of the Year in FIFA

Interessante und skurrile Fakten

Die Geschichte des Team of the Year in FIFA

Wir blicken auf die Historie des Team of the Year.

Wir blicken auf die Historie des Team of the Year. EA SPORTS/kicker eSport

Mit dem Team of the Year zeichnet FIFA-Entwickler EA SPORTS jährlich die besten Fußballspieler der Welt aus. In FIFA 12 ging es los: EA schuf die blauen Spezialkarten mit deutlich erhöhten Werten für FIFA Ultimate Team (FUT) und damit eine bis heute anhaltende Tradition. Zwar führten die Entwickler immer wieder kleinere Änderungen ein, wie zum Beispiel beim Design der Karten, das Grundprinzip blieb jedoch dasselbe.

Welche Fußballstars in die Top 11 gewählt wurden, hing häufig von unterschiedlichen Personengruppen ab. Mal durften die Fans entscheiden, dann wieder Fußballer, ausgewählte Community-Mitglieder oder Medien, und meist war auch EA selbst beteiligt.

La Liga dominiert

Trotz der vielen unterschiedlichen Varianten haben sich einige Muster über die Jahre durchgezogen - beispielsweise die Dominanz der spanischen Liga. Von den 99 TOTY-Spielern, die zwischen FIFA 12 und FIFA 20 herauskamen, stammen 60 aus La Liga. Großen Anteil daran haben Stars wie Lionel Messi, der als einziger Spieler jedes Jahr dabei war, Cristiano Ronaldo, Sergio Ramos und Andres Iniesta. In FIFA 13 trat sogar der Extremfall ein, dass alle elf Fußballer des TOTY in La Liga spielten - fünf Mal Real, fünf Mal Barca und Falcao von Atletico Madrid.

Mit deutlichem Abstand hinter La Liga folgt die englische Premier League. 17 Spieler von der Insel wurden bislang ins TOTY gewählt. Ohne FIFA 20 wäre die Diskrepanz sogar noch größer ausgefallen, denn dieses Jahr kommen sieben der elf Karten aus der höchsten englischen Spielklasse. Das hat vor allem mit dem FC Liverpool zu tun, der fünffach vertreten ist.

Platz 3 belegt die französische Ligue 1 mit neun Ehrungen seit FIFA 12, die Bundesliga folgt knapp dahinter mit acht und die Serie A mit fünf. Außerhalb der fünf großen Ligen Europas hat noch nie ein Spieler eine TOTY-Karte bekommen. Denn selbst wenn Fußballer einer anderen Spielklasse ein überragendes Jahr hinlegen, wie zuletzt Matthijs de Ligt und Frenkie de Jong mit Ajax Amsterdam, werden sie schnell von den Topteams der großen Ligen weggekauft.

FIFA 15 als deutsches Highlight

Bei den acht Bundesliga-TOTYs handelt es sich um Manuel Neuer (4 Mal vertreten), Philipp Lahm (2), Franck Ribery (1) und Arjen Robben (1) - allesamt im Trikot des FC Bayern München. Einzig Toni Kroos hat es als Deutscher außerhalb der Bundesliga ins TOTY geschafft. Während seiner Zeit bei Real Madrid zeichnete EA den Mittelfeldmann zwei Mal aus. Unter anderem auch in FIFA 15, das beste Jahr aus deutscher Sicht. Nach dem WM-Sieg im Jahr 2014 war der Hype groß um die deutschen Spieler, was zur Wahl von Kroos, Lahm sowie Neuer ins TOTY führte. Aktuell befinden sich Deutschland und die Bundesliga allerdings auf einer kleinen Durststrecke, denn in FIFA 18, 19 und 20 ging man leer aus.

Das TOTY wird immer besser

Die Werte der Spieler haben sich über die Jahre ebenfalls verändert. In FIFA 12 war plus 5 Punkte noch das Standard-Upgrade für eine TOTY-Karte, in FIFA 13 bereits plus 6, in FIFA 14 dann plus 7. Dieser Wert blieb die Norm in den anschließenden Jahren. Erst mit FIFA 18 legte der Entwickler nochmal nach. Selbst Anstiege über zehn Punkte sind seitdem möglich. Zudem wurde EA immer variabler mit den Bewertungen. So erhielt Neymar in FIFA 19 beispielsweise nur ein Upgrade von 92 auf 97 Punkte, während der Gesamtwert von Raphael Varane von 86 auf 96 stieg. Eines steht jedoch fest: Das TOTY wird perspektivisch immer besser.

TOTY13: So sah das Team of the Year in FIFA 13 aus.

TOTY13: So sah das Team of the Year in FIFA 13 aus. EA SPORTS/kicker eSport

Von durchschnittlich 94 Punkten in FIFA 12 ging der Wert immer weiter nach oben. In FIFA 14 hatte eine der begehrten Karten durchschnittlich bereits 95 Punkte, seit FIFA 17 sind es 96 und in FIFA 19 wurde mit 96,9 ein neuer Höchstwert erreicht. Da die Bewertung einer TOTY-Karte aber auch vom ursprünglichen Rating eines Spielers abhängt, wird die 97er-Marke in FIFA 20 nicht geknackt. Trotz Upgrades von teilweise plus zwölf Punkten liegt der Durchschnitt bei 96,7 Punkten. Folgt EA der aktuellen Entwicklung, ist es aber nur eine Frage der Zeit.

Christian Mittweg

Ronaldo als zwölfter Mann: EA SPORTS veröffentlicht das Team of the Year