Eishockey

Reimer schießt Nürnberg aus Abwärtsspirale

DEL, 36. Spieltag: Kammerer-Konstante und Top-Team-Bezwinger

Reimer schießt Nürnberg aus Abwärtsspirale

Patrick Reimer

Inmitten der Jubeltraube: Golden-Goal-Schütze Patrick Reimer (li.). imago images

München macht das Dutzend voll

Dem EHC Red Bull München gelang im dritten Spiel des neuen Kalenderjahres der erste Sieg. Die Mannschaft von Don Jackson setzte sich mit 4:1 gegen die kriselnden Kölner Haie durch und fuhr damit den zwölften Sieg gegen die Domstädter in Serie ein. Seit dem 1. Januar 2017 gelang den Haien kein Erfolg mehr über die Bayern. Zachary Sill brachte die Gäste zunächst in Führung, doch München profitierte von seinem starken Überzahlspiel und drehte die Partie durch die Powerplay-Treffer von Christopher Bourque und Trevor Parkes. Parkes stellte mit seinem zweiten Treffer des Abends fünf Minuten später auf 3:1, ehe Junioren-WM-Rückkehrer Justin Schütz mit seinem sechsten Saisontor den Deckel draufmachte.

Auf Kammerer ist Verlass

Die Eisbären Berlin konnten sich trotz der Unterstützung von rund 1.600 Fans nicht bei der Düsseldorfer EG durchsetzen und mussten nach dem enttäuschenden 2:5 bei Schlusslicht Iserlohn erneut zurückstecken. Den spielentscheidenden Treffer erzielte Maximilian Kammerer, der im vierten Spiel in Serie erfolgreich war und den Eisbären den Auftakt in das Auswärtswochenende am Rhein vermieste.

2020: Krefelds erster Punktverlust, Nürnbergs erste Punkte

Die Thomas Sabo Ice Tigers hatten sich für das wichtige Spiel gegen den Tabellennachbarn Krefeld so einiges vorgenommen, feuerten insgesamt 74 Schüsse ab - 37 davon fanden den Weg auf das Tor von Jussi Rynnäs, lediglich einer am Schlussmann der Seidenstädter vorbei. Doch der Schuss von Ice-Tigers-Kapitän Patrick Reimer sollte genügen, um den acht Spiele andauernden Negativtrend der Franken zu stoppen. Nürnberg zieht somit punktgleich mit den Augsburger Panthern, die aktuell Play-off-Rang zehn besetzen, und erhöhten den Abstand zu Krefeld auf elf Zähler.

Iserlohn klopft an der nächsten Tür

Nach den Eisbären Berlin musste sich fünf Tage später das nächste Top-Team am Seilersee geschlagen geben. Die Straubing Tigers unterlagen bei den Iserlohn Roosters, die das Spiel im Schlussdrittel durch zwei Überzahltreffer für sich entschieden, konnten dadurch den Angriff von Meister Mannheim nicht abwehren und mussten den Kurpfälzern somit Rang zwei überlassen. Jamie MacQueen (ein Tor, zwei Assist) hatte großen Anteil daran, dass Iserlohn nun nicht mehr die Rote Laterne hält - Schwenningen übernimmt wieder.

Schanzer-Schützenfest in Wolfsburg, Schwenningen sieht wieder Rot

Der ERC Ingolstadt ließ bei den Grizzlys Wolfsburg nichts anbrennen und setzte den Autostädtern heftig zu. Beim 7:1-Erfolg der Schanzer durften sich sechs verschiedene Spieler der Gäste in die Torschützenliste eintragen. Lediglich Matthew Bailey traf doppelt.

Die Augsburger Panther durften gegen die Schwenninger Wild Wings ihren ersten Erfolg im Kalenderjahr 2020 feiern. Der AEV setzte sich mit 3:1 durch und schickte Schwenningen wieder zurück auf den Boden der DEL-Tabelle. Überragender Mann des Abends war Augsburgs Andrew LeBlanc, der alle drei Treffer der Hausherren vorbereitete.

phb