Bundesliga

Keven Schlotterbeck kommt dem Comeback bei Union näher

Der Verteidiger trainiert wieder mit der Mannschaft

Schlotterbeck kommt dem Comeback näher

Keven Schlotterbeck sehnt das Comeback bei Union Berlin herbei.

Keven Schlotterbeck sehnt das Comeback bei Union Berlin herbei. imago images

Aus Unions Trainingslager in Orihuela berichtet Andreas Hunzinger

Keven Schlotterbeck ist guter Dinge, wenn die Rede auf seinen aktuellen Zustand kommt. "Es wird immer besser, jetzt muss man einfach von Tag zu Tag schauen, wie sich das Knie verhält. Ich fühle mich körperlich gut", sagt der 22-Jährige. Vor knapp sechs Wochen musste er beim 1:2 der Eisernen auf Schalke nach 27 Minuten ausgewechselt werden, seitdem arbeitet er an seinem Comeback. Lieber heute als morgen würde die Freiburger Leihgabe wieder das Trikot überziehen, aber Schlotterbeck übt sich in Geduld. "Ich werde nichts überstürzen", sagt er, "alles kommt mit der Zeit."

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Schlotterbeck: "Hin und wieder zwickt das Knie noch"

Seine Zuversicht, bald wieder spielfähig zu sein, ist jedoch ungebrochen, und sie speist sich aus den Fortschritten, die er auch in Orihuela täglich erzielt. Anfangs noch individuell unterwegs, absolviert der 1,89 Meter große und 84 Kilo schwere Defensivspezialist mittlerweile schon große Teile des Mannschaftstrainings. "Konditionell bin ich schon sehr weit, und das Passspiel läuft schon ganz gut", sagt er selbst zum aktuellen Leistungsstand, räumt aber auch ein: "Hin und wieder zwickt das Knie noch, ich werde es auch die nächsten Monate noch merken."

Trotz der Zwangspause, die ihn nach eigenen Angaben "ein bisschen zurückgeworfen hat", lebt Schlotterbeck in der Gewissheit, mit der Leihe von Freiburg nach Berlin-Köpenick das Richtige getan zu haben. "Ich bin zufrieden, ich habe doch eine Anzahl Spiele gemacht, in denen ich mich präsentieren konnte", sagt er, "mir hat der Wechsel sehr gutgetan. Ich habe mich verbessert, gerade in den ersten zwei Monaten habe ich sehr viel mitgenommen. Ich stagniere nicht und habe ein sehr gutes Vertrauen vom Trainer bekommen."

"In der Defensive und körperlich muss ich noch zulegen"

Von den 19 Pflichtspielen, die das Team von Coach Urs Fischer bislang in dieser Saison bestritten hat, absolvierte Schlotterbeck elf (alle Startelf). Speziell die Umstellung auf eine Dreierkette Mitte der Hinrunde "ist mir ganz gut reingelaufen", sagt er. Der im schwäbischen Weinstadt geborene Profi konnte als zentraler Mann der Kette "durch die Mitte die Bälle sehr gut verteilen" und so das Aufbauspiel des Neulings anschieben. Die fußballerischen Qualitäten sind ohnehin sein Trumpf, "in der Defensive und körperlich muss ich noch zulegen".

"Was im Sommer ist, wird man dann sehen"

Zunächst will er aber erstmal wieder fit werden. Und dann für sich werben - entweder für einen Verbleib bei Union oder für einen festen Platz im Team des SC Freiburg. Im Juni endet die Leihe, was dann passiert, schiebt Schlotterbeck derzeit noch beiseite. "Ich konzentriere mich auf Union, was im Sommer ist, wird man dann sehen", betont er, "irgendwann werden sicher Gespräche kommen. Es steht noch in den Sternen." Sein Comeback im Union-Trikot, das rückt derweil näher.

Maloneys Verletzung ist nicht so schlimm

Joshua Mees wird dagegen für einige Zeit nicht spielen können. Die Verletzung am linken Oberschenkel, die sich der 23 Jahre Offensivspieler beim Training am Mittwochnachmittag zugezogen und deretwegen er am Donnerstag die Rückreise nach Berlin angetreten hatte, zwingt ihn zu einigen Wochen Pause. Lennard Maloneys Knieblessur, die der Verteidiger beim Testspiel am Montag gegen Royal Union St. Gilliose (2:2) erlitten hatte, ist hingegen nach Klubangaben nicht so schlimm. Der 20-Jährige könnte schon in der kommenden Woche ins Training zurückkehren.

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