Bundesliga

TSG-Neuzugang Dabbur ist sicher: "Ich kann dieser Mannschaft helfen"

Das sind die ersten Eindrücke des Hoffenheimer Neuzugangs

Dabbur ist sicher: "Ich kann dieser Mannschaft helfen"

Hoffenheims Neuzugang Munas Dabbur (li.) deutete seine Qualitäten schon an.

Hoffenheims Neuzugang Munas Dabbur (li.) deutete seine Qualitäten schon an. imago images

Aus Hoffenheims Trainingslager im spanischen Marbella berichtet Michael Pfeifer

In dieser halben Stunde Spielzeit beim Test gegen den Haag (1:2) deutete der neue Stürmer seine Qualitäten durchaus schon an, wenngleich ihm der durchschlagende Erfolg noch verwehrt blieb. "Ich habe mich über mein erstes Spiel im TSG-Trikot sehr gefreut. Wir waren die spielbestimmende Mannschaft, leider haben wir trotzdem verloren, das trübt die Freude über meinen ersten Einsatz", versicherte Dabbur, "ich habe erst ein Mal mittrainiert, aber es fühlt sich gut an, die Qualität im Team ist sehr hoch. Die nächsten Spiele werden auf jeden Fall besser werden."

Schreuder: "Wir brauchen Spieler, die auf engem Raum ballsicher sind"

Drei Abschlüsse verzeichnete der 27-Jährige gegen den abstiegsbedrohten niederländischen Erstligisten, die sein Repertoire verdeutlichen: Einen Kopfball knapp daneben, einen Abschluss nach gelungenem Dribbling mit rechts knapp am langen Eck vorbei und einen Schuss mit dem schwächeren linken Fuß, den der Israeli nicht ideal traf. Dazu erlebte man den Mann im Trikot mit der Nummer 10 als spielfreudigen und technisch starken Akteur, der auch dank guter Übersicht das Spiel beschleunigen und überraschende Aktionen einleiten kann. "Das ist gut, dass er da ist, es ist wichtig, dass wir einen weiteren Spieler vorne haben, der auf engem Raum spielen kann, das ist für unser Spiel extrem wichtig", erkennt Trainer Alfred Schreuder, "wenn wir dominant spielen wollen, brauchen wir Spieler, die auf engem Raum ballsicher sind und etwas gestalten können, das hat man schon gesehen."

Samassekou und Elmkies unterstützen Dabbur

Nach der enttäuschenden ersten Saisonhälfte beim FC Sevilla mit nur zwei Einsätzen in der Liga, kann es Dabbur nicht erwarten, sich wieder als der Torjäger zu präsentieren, den er überall zuvor in Zürich, Salzburg oder der Nationalelf Israel verkörperte. "Ich bin sehr froh, jetzt hier zu sein. Und dass es so schnell ging. Klar habe ich einige Tage gegenüber den Kollegen im Trainingslager verpasst, aber ich gebe mein Bestes, um so schnell wie möglich auch auf dieses Level zu kommen." Bei der Eingewöhnung helfen ihm Mitspieler, die er bereits bestens kennt. Diadie Samassekou zum Beispiel, mit dem Dabbur in Salzburg erfolgreich war, oder auch den jungen Ilay Elmkies, der trotz seiner erst 19 Jahre bereits mit Dabbur in der israelischen A-Nationalmannshaft zusammenspielt. "Das ist für mich sehr wichtig, das hilft mir sehr, mich schnell zurechtzufinden, das macht es natürlich einfacher."

Dabbur brennt darauf, sich neu zu beweisen

Am Samstag in einer Woche geht es im Heimspiel gegen Frankfurt bereits in die Rückrunde. Ob das schon reicht für Dabbur und einen Platz in der Startelf? "Ich bin eigentlich topfit, aber natürlich brauche ich noch Eingewöhnungszeit mit dem Team. Aber wir haben noch eine Woche Zeit, wir werden sehen, wie es im Training läuft, und dann wird der Trainer entscheiden, was das Beste ist und ob ich schon so weit bin." Schreuder gibt sich da noch zurückhaltend. "Normalerweise braucht er noch ein bisschen, aber wir werden sehen nächste Woche, wie er drauf ist." Egal wann, Dabbur brennt nach dem Missverständnis in Sevilla darauf, sich neu zu beweisen: "Ich bin sicher, dass es bei der TSG funktionieren wird und ich dieser Mannschaft helfen kann."

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