2. Bundesliga

Nürnbergs Torwart Christian Mathenia zwischen Hoffnung und Realität

Valentini und Medeiros sollen ins Club-Trainingslager mitfahren

Mathenia zwischen Hoffnung und Realität

Christian Mathenia

Machte zuletzt rasante Fortschritte in der Reha: Christian Mathenia. imago images

Doch der Reihe nach: Enrico Valentini musste am Sonntag das Training wegen einer Verletzung am rechten Knie abbrechen. Tags darauf folgte die genaue Diagnose: Der 30-Jährige zog sich einen Teilabriss des Innenbandes zu, eine Operation ist nicht notwendig. "Die Sache ist nicht so gravierend", sagt Sportvorstand Robert Palikuca. Will heißen: Den Punktspielstart in rund drei Wochen wird der Rechtsverteidiger zwar verpassen, doch der Club rechnet danach zügig mit einer Rückkehr des beim Club ausgebildeten gebürtigen Nürnbergers.

Kniffliger scheint der Fall bei Offensivkraft Iuri Medeiro zu liegen. Der 25-Jährige laboriert an einer Sehnenentzündung im linken Vorderfuß - diese kann vergleichsweise schnell abklingen, sich aber auch über viele, viele Wochen hinziehen. In Spanien ist der Techniker aus Portugal erst mal mit von der Partie.

Mathenia: Vorsicht trotz rasanter Fortschritte

Letzteres trifft auch auf Stammkeeper Christian Mathenia zu. Der 27-Jährige hat sich Anfang Oktober beim 1:1 gegen St. Pauli bei einem Zusammenstoß mit Boris Tashchy die Kniescheibe gebrochen und zuletzt rasante Fortschritte in der Reha gemacht. Er ist zusammen mit der Mannschaft wieder ins Training eingestiegen, macht aber noch nicht alles mit. Ob es bei Mathenia bis zum Punktspielstart reicht, ist freilich mit einem Fragezeichen zu versehen. "Man darf jetzt auch nichts überstürzen", mahnt Trainer Jens Keller Geduld an. Dass Mathenia am 30. Januar zum Auftakt bei seinem Ex-Verein HSV wieder zwischen den Pfosten steht, ist zwar nicht unmöglich, wäre aber dann dennoch eher eine Überraschung. Der Bruch nebst erforderlicher Operation läge dann schließlich nicht mal vier Monate zurück.

Kommunikation: Bönig ersetzt Westgate

Während die sportliche Leitung in puncto weitere Defensiv-Verstärkung die Verhandlungen intensiviert, ist das im Sommer bereits kräftig verstärkte Team um die Profis herum um einen weiteren Posten reicher: Christian Bönig (42) nimmt die neugeschaffene Position "Leiter Sportkommunikation" ein. Zu seinen Kernaufgaben gehört es, als Pressesprecher bei den Profis zu fungieren. Daniell Westgate, der dies bislang machte, soll laut dem FCN "andere Aufgaben im Verein übernehmen". Bönig war unter anderem zehn Jahre bei St. Pauli tätig und lernte in seiner ersten Saison bei den Hanseaten (2005/06) auch Robert Palikuca kennen. Zuletzt arbeitete er bei der Sportagentur Onside.

Chris Biechele

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