Bundesliga

Hofmann: "Ich sehe keinen Grund, warum wir abrutschen sollten"

Gladbachs Mittelfeldmann über die Situation vor dem Rückrundenstart

Hofmann: "Ich sehe keinen Grund, warum wir abrutschen sollten"

Gladbachs Jonas Hofmann

Sieht die Borussia stabil: Gladbachs Jonas Hofmann. picture-alliance

Aus dem Gladbacher Trainingslager in Jerez berichtet Jan Lustig

Die Saison begann denkbar schlecht für Jonas Hofmann. Erste Runde im DFB-Pokal, Auswärtsspiel in Sandhausen, das Aus schon zur Pause. Nach einem Luftzweikampf mit Sandhausens Gislason war's vorbei - Innenbandriss im Knie. Erst Mitte Oktober folgte die Rückkehr in die Mannschaft. Das reichte zwar noch für insgesamt zwölf Pflichtspieleinsätze in den drei Wettbewerben. Doch die wenigsten davon stand Hofmann über die komplette Spielzeit auf dem Platz. So richtig geschafft war der Anschluss erst im Dezember; zu spät, um leistungsmäßig voll auf Touren zu kommen.

Das war auch Kernthema eines Gesprächs zwischen Hofmann und Marco Rose. "Ich hatte dem Trainer gesagt, dass ich erst seit Ende der Hinrunde, erst jetzt wieder das Gefühl habe, bei 100 Prozent zu sein. Auch wenn man schon wieder auf dem Platz steht und sich eigentlich gut fühlt, spürt man in bestimmten Spielsituationen, dass einem die längere Pause in den Knochen steckt. Das ist auch normal", sagte Hofmann. Fürs neue Jahr hat er sich deshalb viel vorgenommen. Sein klar formuliertes Ziel: "Ich will in die erste Elf und mir einen Stammplatz erarbeiten."

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Dass die Umsetzung dieses Vorhabens nicht leichtfallen dürfte, zeigt der Blick auf die Konkurrenz. Im Mittelfeld ballt sich bei den Borussen Qualität und Quantität, drei, maximal vier Plätze werden vergeben. "Eine Luxussituation für den Trainer", nennt es Hofmann, und auch er selbst sieht Vorteile in dem knallharten Konkurrenzkampf. "Wenn alle Spieler fit sind und uns zur Verfügung stehen, ist die Qualität im Training extrem hoch. Für einen selbst bedeutet es, immer Vollgas zu geben und dem Trainer zu zeigen, dass man richtig da ist. Dann besteht auch die Chance, am Ende in der ersten Elf zu stehen." Das falsche Signal sei "den Kopf in den Sand zu stecken, wenn man mal draußen oder sogar auf der Tribüne sitzt", weiß er. "Das ist mit Sicherheit kein gutes Zeichen dem Trainer gegenüber. Man muss dranbleiben und kämpfen."

Und die Perspektive der Mannschaft? Droht den Borussen ein erneutes Abrutschen in der Tabelle wie vor einem Jahr, als nach einer hervorragenden Hinserie (33 Punkte) in der Rückrunde nicht mehr nachgelegt werden konnte? "Ich sehe keinen Grund, warum wir abrutschen sollten", betont Hofmann. "Wir sind gierig auf Erfolg, wollen unsere Spiele gewinnen - und unseren Platz verteidigen."

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