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'Badeschlappen' kritisiert negative Beeinflussung junger Zuschauer

TOTY-Hype sorgt weiter für Diskussion

'Badeschlappen' kritisiert negative Beeinflussung junger Zuschauer

"Gesagtes und Vorgelebtes passen meiner Meinung nach einfach nicht zusammen!" FCN Content Creator Lukas 'Badeschlappen' Hösch meldet sich zu Wort. Twitter

'Badeschlappen' gehört mittlerweile zu den bekanntesten Personen in der Szene des virtuellen Fußballs. Der Content Creator vom 1. FC Nürnberg hatte vor allem mit FIFA seine Zuschauer auf Twitch und YouTube über die Jahre gewonnen. Jetzt ist er einer der beliebtesten deutschen Streamer in diesem Genre. Er zeichnet sich aber auch seit Jahren dadurch aus, dass er seine Vorbildfunktion sehr ernst nimmt. Im Interview mit kicker eSport erklärte er dazu: "Ich sehe mich als Content Creator auf Twitch und YouTube, der eine gewisse Verantwortung gegenüber seinen Zuschauern hat. Dieser Verantwortung sind sich oftmals nicht alle bewusst, jedoch kannst Du Dich dieser, egal ob mit einer Reichweite von zehn, 1.000 oder einer Million Abonnenten, nicht entziehen. So werden häufig vor allem jüngere Zuschauer, durch versteckte Werbung, falsche Versprechungen & Co. verarscht."

Hösch baut in FIFA Ultimate Team mittlerweile nur noch sogenannte RTG-Teams: (Road to Glory), also Teams, in die kein Echtgeld einfließt und bezeichnet sich als "absoluten Gegner von FIFA Points". Als Streamer hat er sich mittlerweile fast komplett von FIFA abgewandt. Wer bei 'Badeschlappen' einschaltet, bekommt ihn in letzter Zeit immer öfter als Trainer vom 1. FC Kaiserslautern im Football Manager 2020 zu sehen. Über Twitter war es Hösch nun ein großes Anliegen den momentanen TOTY-Hype zu kommentieren und dabei auch das Vorgehen mancher Influencer zu hinterfragen.

"Warum drehen Leute durch, wenn sie einen TOTY ziehen, nachdem sie mehrere tausend Euro ins Spiel gesteckt haben?", beginnt 'Badeschlappen' auf Twitter. Die Kritik geht vor allem an Streamer und YouTuber, die auf der einen Seite empfehlen, kein Geld in FUT zu stecken, aber gleichzeitig die gezogenen Spieler emotionsgeladen abfeiern. Die Tatsache, Content bieten zu wollen, sei dabei verständlich, "ABER: Warum dieser vorgegaukelte Hype?", fragt 'Badeschlappen" in die Runde.

Unterhaltung mit schlechter Vorbildfunktion

Die Hintergründe scheinen 'Badeschlappen' klar zu sein. Er hinterfragt jedoch und stellt provokant in den Raum, ob es sich vielleicht einfach nur um "Unterhaltung mit schlechter Vorbildfunktion" handelt. Ausschlaggebend dafür seien Sätze wie: "Steckt kein Geld in das Spiel, man zieht sowieso nichts!" oder "Wir machen das nur für Content!" Genau hier läge das Problem, wenn trotz dieser und anderer Aussagen weiterhin Geld fließt. "Merkt Ihr nicht, dass Ihr damit Eure meist sehr junge Zuschauerschaft negativ beeinflusst oder verschließt Ihr einfach die Augen davor? Gesagtes und Vorgelebtes passen meiner Meinung nach einfach nicht zusammen!"

Ob dieser Aufruf die betroffenen Influencer zum Umdenken bringt, ist fraglich. Sich selbst bleibt der Nürnberg-Fan mit dieser Aussage allerdings treu.

Nicole Lange