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Darts-WM in London: Peter Wright holt sich ersten Weltmeister

Krönender Abschluss in London

Revanche für 2014 - Peter Wright besteigt den Darts-Thron

Mit Nervenstärke und überragender Doppelquote zum ersten WM-Titel: Peter Wright.

Mit Nervenstärke und überragender Doppelquote zum ersten WM-Titel: Peter Wright. Getty Images

Peter Wright, Herausforderer von Titelverteidiger Michael van Gerwen, hatte Anwurf und kam sehr stark in den Abend. Der Schotte wirkte extrem fokussiert und gewillt, sich für die Finalniederlage von 2014 zu revanchieren. Es folgten viele Breaks, die meisten zu Gunsten von "Snakebite" Wright und deshalb auch eine schnelle 2:0-Führung.

Van Gerwen gleicht schnell aus

Van Gerwen musste eine Reaktion folgen lassen - und die Nummer eins der Weltrangliste kämpfte sich ins Spiel hinein. Beide warfen zu diesem Zeitpunkt ein dreistelliges Average und zeigten ihre ganze Klasse. Doch beim Niederländer klappten die Würfe auf die Doppelfelder im dritten und vierten Durchgang deutlich besser. Der 2:2-Ausgleich und ein tobendes Publikum waren die Folge.

Der Schotte ließ sich von "MvG's" Comeback nicht aus der Ruhe bringen und hielt das Niveau weiter sehr hoch. Im fünften Satz spielte er sieben perfekte Darts und beendete das Leg letztlich mit zehn, statt den minimal möglichen neun Pfeilen. Van Gerwen musste in dieser Phase des Spiels etwas abreißen lassen. Satz fünf entschied Wright mit einem Break zum 3:1 für sich.

Der amtierende Champion traf plötzlich die Doppelfelder nicht mehr. Ungewohnte Schwächen des Niederländers nutzte Wright eiskalt aus und schraubte die Führung mit einem glatten Satzgewinn auf 4:2 in die Höhe.

Wrights Würfe auf die Doppelfelder sitzen

Van Gerwen gab nicht auf und fand in diesem hochklassigen Finale kurzzeitig wieder zu seinem Spiel und hielt es durch einen souveränen Satz wieder offen. Doch Paradiesvogel Wright schien ganz fest entschlossen, sich seinen ersten WM-Titel an diesem Abend holen zu wollen. Mit exzellenten Aufnahmen hielt er "MvG" auf Distanz und verhinderte den erneuten Ausgleich. Beide Spieler merkten, wie wichtig und spielentscheidend diese Phase sein könnte. Wright war erneut der Nervenstärkere und eiskalt auf die Doppelfelder.

Die Londoner Fans trugen den Schotten immer höher und Wright enttäuschte sie nicht. Van Gerwen ließ zu viele Chancen aus und zog letztlich den kürzeren. Die letzten drei Sätze gingen allesamt an den nun erstmaligen Weltmeister Wright. Am Ende dieses für ihn unvergesslichen Turniers stand ein Drei-Dart-Average von 102,79 und eine Checkout-Quote von 53,33 Prozent. Bei van Gerwen, der 2014 gegen Wright zum ersten Mal Weltmeister wurde, standen 102,88 Punkte und eine Quote von 40 Prozent zu Buche.

mlr

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