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Nach Dauertheater und Annoncen: Antonio Brown zu den Saints?

"Diva der NFL" stellt sich in New Orleans vor

Nach Dauertheater und Annoncen: Antonio Brown zu den Saints?

Antonio Brown ist Wide Receiver.

Hat offenkundig ein Engagement bei den New Orleans Saints im Blick: Wide Receiver Antonio Brown. imago images

Kurz vor Ende der Regular Season bahnt sich in der NFL noch ein echter Transferhammer an: Antonio Brown ist tatsächlich nach New Orleans gereist, um beim bereits als Sieger der NFC South feststehenden Team vorzuspielen. Sollte es zu einem Deal kommen, würde Star-Quarterback Brees zusammen mit Rekord-Receiver Thomas oder Running Back Kamara eine Top-Verstärkung im Hinblick auf die Play-offs bekommen. Denn über die Qualitäten von "AB" braucht man sich nicht zweimal zu unterhalten: In zehn NFL-Jahren bringt es der 2010er Sechstrunden-Pick (195. Stelle) der Pittsburgh Steelers auf 131 Regular-Season-Spiele (eines 2019 für die New England Patriots), 841 Receptions, 11.263 Yards und 75 Touchdowns.

Was bis hierhin nach einer absolut sinnvollen Verstärkung klingt, hat aber auch einen gewaltigen Haken: Denn Brown hat sich in jüngerer Vergangenheit einen Aussetzer nach dem anderen erlaubt. Erst hatte sich der Star-Receiver inklusive diverser Skandale im Unfrieden von den Pittsburgh Steelers getrennt, ehe er bei den Oakland Raiders voller Lobhudeleien anheuerte, Teil der Serie "Hard Knocks" war - nur um das Team am Ende vor Saisonstart im Stich zu lassen und sich kurzerhand den Patriots anzuschließen. Doch auch dort wurde es nach nur einem Auftritt (56 Yards, ein Touchdown) nichts mit einem Erfolgserlebnis: Plötzlich machte ein Belästigungsskandal die Runde und New England setzte den Athleten vor die Tür.

Ach so: Im Anschluss daran beleidigte der Profi auch noch die NFL, drohte mit Klagen und verkündete wohl aus Trotz sein Karriereende via Twitter - nur um seither selbst immer wieder zum Beispiel mit Instagram-Stories Spekulationen über Engagements bei Teams anzuheizen.

"Back to Business"?

Keine Frage: Brown ist eine streitbare Persönlichkeit, wirkt nicht wie das größte Vorbild abseits des Platzes - und soll nun ausgerechnet bei den Saints spielen? Also dort, wo ein für seine öffentliche Bescheidenheit, seine Integrität und seinen Charakter geschätzter Rekord-Quarterback namens Drew Brees die Pässe wirft? Genau deswegen macht sich schon jetzt Unmut bei etlichen Fans breit, die New Orleans vor dieser Verpflichtung abraten - zumal das von Sean Payton trainierte Team auch so schon über die Mittel verfügt, in dieser Saison und gerade nach dem Drama gegen die Los Angeles Rams aus dem vergangenen Jahr bis in den Super Bowl kommen zu können.

Doch es könnte eben anders kommen, was unter anderem NFL-Experte Adam Schefter berichtet. Skandal-Profi Brown veröffentlichte außerdem selbst am frühen Freitagmorgen US-amerikanischer Zeit auf seinem Instagram-Account ein Dokument, das es ihm erlauben soll, bei den New Orleans Saints zu trainieren. Er schrieb dazu: "Back to Business." Kurz darauf postete Brown obendrein eine kurze Videosequenz aus der Kabine der Saints.

mag

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