2. Bundesliga

Palikucas knifflige To-do-Liste unterm Weihnachtsbaum

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Palikucas knifflige To-do-Liste unterm Weihnachtsbaum

Robert Palikuca

Wie baut er den FCN-Kader um? Robert Palikuca. imago images

Ganz oben auf der To-do-Liste des Sportdirektors stehen dabei zwei Dinge: Defensive verstärken, Kader verkleinern. Klingt einfach, ist es aber nicht. Siehe das erste Vorhaben. Palikuca betont, dass er nur Akteure holen will, die dem erneut vom Abstieg bedrohten Absteiger sofort helfen können - und Führungsqualitäten sollten sie oder sollte er auch mitbringen. Und auf das Ganze obendrauf bitte noch das Potenzial für die Bundesliga, denn die bleibt ungeachtet der aktuellen Misere mittelfristig das Ziel. Dass der Kader unter diesem Aspekt im Sommer ja auch zusammengestellt wurde, kann man angesichts von Platz 16 nur allzu schnell vergessen. Kurz gesagt: Die Ansprüche sind hoch, mit denen Palikuca in die Verhandlungen geht, die er aktuell führt. Und das übrigens zu Recht, denn ein Mitläufer würde der Defensivabteilung auch wenig bringen. Gerade die Zentrale vor der Abwehr schreit nach einem Akteur, der zweikampf- wie spielstark ist und zudem lautstark den Laden zusammenhält. Dass solche Spieler begehrt und gerade in der Winterpause rar sind, bedarf wohl keiner großen Erklärung.

Ishak hat den Flirt mit Paderborn beendet, würde aber gerne gehen

Gelingt Palikuca da aber dennoch ein großer Wurf, würde dies die Abstiegssorgen deutlich lindern. Weiter auf der Einkaufsliste der Franken: ein Innenverteidiger. Und ein Mann, der außen dichtmachen kann, wäre auch nicht schlecht. Ungeachtet des Umstandes, dass der im Sommer verpflichtete Tim Handwerker (21) weiterhin ein spannender Spieler bleibt, dem der Durchbruch zuzutrauen ist. Bei Oliver Sorg indes sieht es ein wenig anders aus, der 29-Jährige, im Sommer wegen seiner Routine verpflichtet, legte ein enttäuschendes Halbjahr hin. Etwas leichter scheint es da, das zweite Vorhaben umzusetzen. Wobei, Spieler wegzuschicken, ist so einfach auch wieder nicht. Verträge sind schließlich keine Einbahnstraße, in beide Richtungen ist nur dann ein Verkehrsfluss möglich, wenn beide Seiten das wollen. Da trifft es sich gut, dass Stürmer Mikael Ishak den Flirt mit Bundesligisten Paderborn zwar beendet hat, aber dennoch auf eine Luftveränderung aus ist.

Sind Fuchs und Petrak von einem Wechsel zu überzeugen? Und was wird aus Erras?

Das wird aber nicht reichen. Trainer Jens Keller hat schon kundgetan, dass er nicht weiterhin mit 24, 25 Feldspielern trainieren möchte. Kommen nun also zwei, drei Neue dazu, reicht ein Abgang bei Weitem nicht aus. Dass die Franken Alexander Fuchs und ihrem "Dauertalent" Ondrej Petrak einen Vereinswechsel ans Herz legen, davon ist auszugehen. Ob die beiden aber diesen Ratschlag klasse finden, bleibt abzuwarten. Petrak zum Beispiel hat bereits signalisiert, dass für ihn ein Wechsel im Winter eher nicht in Frage kommt. Apropos Frage. Was wird aus Defensivallrounder Patrick Erras (24), vor allem wenn wirklich ein Innenverteidiger und ein Sechser kommen? Tritt dies ein, wird's für das Eigengewächs ganz, ganz eng. Der Mann, der bis zu seiner schweren Knieverletzung im März 2016 als großes, verheißungsvolles Talent in ganz Fußball-Deutschland gehandelt wurde, kam jetzt schon kaum noch zum Zug. Und zu der angekündigten Verlängerung seines auslaufenden Vertrags im Herbst, ist es bisher nicht gekommen.

Chris Biechele

So lange laufen die Verträge der Zweitliga-Trainer