NFL

Jones und Smith statt Rodgers: Packers holen die NFC North!

23:10-Erfolg bei den Minnesota Vikings

Jones und Smith statt Rodgers: Packers holen die NFC North!

Nur von Kameras einzufangen: Aaron Jones zelebriert einen seiner zwei Touchdowns.

Nur von Kameras einzufangen: Aaron Jones zelebriert einen seiner zwei Touchdowns. imago images

Freunde von Statistiken dürften sich bestätigt fühlen. Schließlich hatte Kirk Cousins (31) in seiner NFL-Karriere (seit 2012) bislang alle seine acht Auftritte in einem Monday Night Game in den Sand gesetzt, während auf der anderen Seite Aaron Rodgers (36, seit 2005 in der NFL) seine letzten fünf MNF-Auftritte siegreich gestaltete.

Doch die Quarterbacks sollten bei diesem Prestigeduell nicht mal die entscheidenden Faktoren werden. Im Mittelpunkt stand vielmehr der andere Aaron bei den Packers: Aaron Jones. Zunächst verlor der Running Back tief in der eigenen Hälfte den Ball, was letztlich zu den ersten Punkten durch ein Vikings-Field-Goal von Kicker Dan Bailey führte. Auf der anderen Seite traf Mason Crosby zwischen die Pfosten - 3:3 nach dem ersten Viertel.

Beim ersten Spielzug des zweiten Abschnitts trauten viele der 67.157 Zuschauer im U.S. Bank Stadium ihren Augen nicht: Eine Interception von Rodgers? Ohne Fehler seines Passempfängers? Ohne Tip? Unbedrängt? Tatsächlich, Anthony Harris schnappte sich das Ei, es war erst die dritte Interception von "A-Rod" in diesem Jahr. Wenig später warf Kirk Cousins auf Stefon Diggs - der Touchdown war perfekt. Immerhin, die Packers verkürzten durch zwei weitere Field Goals, obwohl sich Davante Adams zwischenzeitlich einen Fumble geleistet hatte. 10:9 für die Vikings.

Smith findet immer eine Lücke

Doch die Abwehr der Packers, sie funktionierte. Vor allem Za'Darius Smith war überhaupt nicht zu stoppen. 3,5 Sacks, fünf Tackles for loss und fünf Quarterback-Hits gingen auf sein Konto, der Outside Linebacker durfte sich als der heimliche Matchwinner fühlen. Nachdem Kevin King auch noch eine Interception gelungen war, kam Jones ins Rollen, zwei Minuten vor Schluss des dritten Viertels sprintete er 12 Yards weit in die Endzone - auch die anschließende Two-Point-Conversion (Rodgers auf Allison) zum 17:10 gelang den Packers. Im Schlussviertel war dann wieder Jones (154 Yards, zwei TDs) nicht zu halten. Der Running Back brach über die linke Seite durch zu seinem 16. Touchdown in dieser Saison. Nur einem gewissen Jim Taylor (19 im Jahr 1962) waren in der Historie der Packers mehr gelungen.

Mit 23:10 gingen die Packers letztlich als Sieger vom Platz. Damit ist Green Bay der Triumph in der NFC North nicht mehr zu nehmen, während Minnesota die erste Heimpleite einstecken musste und auf dem sechsten Play-off-Platz steht. Die Packers haben im Spiel bei den Detroit Lions indes noch die Möglichkeit, den Top Seed der NFC zu sichern.

las

Piratenschiff, Beton, Dächer: Die Stadien der 32 NFL-Teams