3. Liga

Deville: "Ich habe gejubelt, als hätten wir ein Tor gemacht"

Mannheim nach Sieg gegen Chemnitz weiter in der Spitzengruppe

Deville: "Ich habe gejubelt, als hätten wir ein Tor gemacht"

Deville trifft zum Ausgleich gegen Chemnitz

Sein Distanzschuss zum 3:3 brachte die Wende in einer turbulenten Partie: Maurice Deville. imago images

"Das Spiel war einfach verrückt, ganz verrückt", gab Mittelfeldspieler Deville Einblick in die Mannheimer Gefühlslage am Mikrofon von Magenta-Sport. Seine Mannschaft verspielte zunächst die 1:0 Führung, kam dann aber stark zurück. Anteil daran hatte vor allem auch ein Distanzhammer des Luxemburgers zum 3:3. "Eigentlich habe ich so etwas gar nicht im 'Inventar'." Der "persönliche Platz zwei" der schönsten Karriere-Tore, war die Gewaltaktion, die der Aufsteiger in der Phase gebraucht hatte: "Wir haben uns in der Halbzeitpause zusammengeschworen und dann muss einfach durch einen Distanzschuss dieser Ruck hergestellt werden."

Mannheim nach dem erneuten Ausgleich besser - und im Glück

Jener Ruck beflügelte die Quadratestädter, sie waren fortan die bessere Mannschaft, hatten aber auch Glück, dass Hosiner einen Lapsus von Königshofer nicht nutzten konnte. Nach dem Sieg verbesserte sich Waldhof in der Tabelle auf Platz drei. Als Schlüssel des ersten Heimsieges seit dem 4:3 gegen Duisburg aus dem August gab Deville die mannschaftliche Geschlossenheit an: "Wir haben heute einfach gekämpft, um diesen Fluch zu besiegen, hier zu Hause so oft verloren oder nicht gewonnen zu haben."

Spielersteckbrief Deville

Deville Maurice

Es wäre ein Mega-Gefühl als Dritter in die Winterpause zu gehen.

Maurice Deville

Was ist möglich für Mannheim diese Saison?

Durch die zeitgleichen Unentschieden von Meppen (2:2 gegen Zwickau) und Braunschweig (2:2 gegen Magedeburg) sowie der Punkteteilung der Hachinger gegen Kaiserslautern (1:1) ist Waldhof nun dick im Aufstiegsgeschäft. Bei den Spielern ist die Freude über das Erreichte unübersehbar. Deville sagte im Interview mit dem Vereinsportal: "Ich habe letzte Woche schon geguckt, was möglich wäre. Scheinbar haben alle für uns gespielt. Das ist einfach geil - ich habe gejubelt, als hätten wir ein Tor erzielt." Auch wenn Halle am Sonntag gegen Uerdingen (13 Uhr) noch vorbeiziehen kann, machte Deville keinen Hehl daraus, was die aktuelle Platzierung für die Spieler bedeutet: "Es wäre ein Mega-Gefühl als Dritter in die Winterpause zu gehen." Und wer weiß, vielleicht ist für den Aufsteiger dieses Jahr der ganz große Wurf drin.

Korte-Zwillinge wieder vereint

Das Comeback von Raffael Korte ging angesichts des dramatischen Spielverlaufs nahezu etwas unter. Korte hatte sein letztes Spiel im Mai gegen Elversberg absolviert, bevor er mit einer Meniskus-Verletzung lange ausfiel. Für seinen Zwillingsbruder Gianluca war die Einwechslung trotzdem ein besonderer Moment: "Ich hatte Gänsehaut, als er da stand und das ganze Stadion applaudiert hat. Es macht einfach Spaß, dass er wieder da ist." Die Kortes relativierten die euphorischen Aussagen Devilles etwas: "Im Winter ist noch niemand aufgestiegen, wir müssen einfach weitermachen." Weiter machen sie in Mannheim erst nach der Weihnachtspause - in der Liga gilt es wieder am 25. Januar beim SV Meppen.

sts