NFL

Tom Brady und Julian Edelman sei Dank: New England Patriots obenauf

NFL, Week 16: Texans bei ausgeschiedenen Buccaneers zu Gast

Brady, Burkhead, Edelman sei Dank: Patriots obenauf - Texans sichern sich Division

Tom Brady ist Quarterback bei den New England Patriots.

Sicherte sich und seinen New England Patriots den nächsten Divisionssieg in der AFC East: Star-Quarterback Tom Brady. imago images

Buffalo braucht lange - und kommt dann auf

Es war schon sehr schwach, was die Offense der Bills (10:5) beim so wichtigen AFC-East-Showdown bis kurz vor Ende der ersten Hälfte zu Gast bei den Patriots (12:3) darbot. Quarterback Josh Allen hatte bis kurz vor dem Pausentee gerade einmal vier von zehn Pässen für magere 28 Yards an den Mann gebracht - und so gegen einen selbst wieder nicht groß aufspielenden Angriff New Englands 3:10 zurückgelegen.

Doch dann folgte das: Allen warf acht Sekunden vor Schluss eine tiefe 34-Yard-Bombe auf den durchgestarteten Dawson Knox, ehe Left Tackle Dion Dawkins als von den Referees bestätigte Anspielstation gemeldet wurde und selbst eine (!) Sekunde vor dem Gang in die Katakomben den folgenden Touchdown-Pass über ein Yard freistehend links in der Endzone fing. Da hatte sich die sonst so hochgelobte Top-Defense des amtierenden Meisters richtig austricksen lassen. Außerdem setzte Quarterback Allen damit seine Serie von nun 21 Spielen in Folge mit mindestens einem Touchdown fort (Franchise-Rekord von Doug Flutie abgeluchst).

Damit aber nicht genug: Weil die grundsätzlich lange Zeit überlegenen Pats bis auf das anfängliche TD-Zuspiel von Tom Brady auf Tight End Matt LaCosse zum 7:3 auch nach der Pause nicht viele "Big Plays" zustande brachte, agierte Buffalo erneut mit Mut - und mit Erfolg! Dieses Mal fand Spielmacher Allen mit einem 53-Yard-Geschoss seinen durchgebrochenen Wide Receiver John Brown, der bis in die Endzone rannte und so das 17:13 mitverantwortete.

Der Meister dreht auf - und feiert sich

Es brach das finale Viertel an - und die Patriots waren unter Zugzwang, zumal sie 10:45 Minuten vor Spielschluss nur zu einem 16:17-Field-Goal-Anschluss durch Kicker Nick Folk (20 Yards) kamen. Doch dann zogen Brady & Co. einen tollen Drive auf, wobei auch der zwischenzeitlich am Kopf verletzte Julian Edelman groß auf der Bühne erschien und sich Running Back Rex Burkhead, der sich früh an diesem Abend einen Fumble erlaubt hatte, in die Endzone wuchtete. Nach anschließender Two-Point-Conversion über Brady-Pass und Edelman-Catch stand es plötzlich 24:17 - was aufgrund der Leistung insgesamt auch in Ordnung ging. Es blieb am Ende auch dabei (Bills verpassten den Verzweiflungswurf), wodurch die New England Patriots nicht nur zum elften Mal in Folge (!) die AFC East gewannen, sondern sich auch einem abermaligen First-Round-Bye in den Play-offs näherten.

"Wenn man alle Spieler ins Spiel integriert, dann bist du schwierig zu verteidigen - und das haben wir heute gezeigt", sagte ein selbstbewusster Brady im Anschluss. "Wir wussten, dass das eine schwierige Aufgabe heute werden würde. Doch wir haben bestanden - und können jetzt nach vorn blicken." Richtung Super-Bowl-Run Nummer 7?

Statistik zum Spiel:

Tom Brady (Quarterback New England Patriots): 26/33, 271 Yards, ein Touchdown, keine Interception, kein Sack
New England Patriots: 23 First Downs, 414 Total Yards, elf Total Drives, ein Turnover, 38:52 Minuten Ballbesitz

Josh Allen (Quarterback Buffalo Bills): 13/26, 208 Yards, zwei Touchdowns, keine Interception, vier Sacks
Buffalo Bills: 14 First Downs, 268 Total Yards, zehn Total Drives, kein Turnover, 21:08 Minuten Ballbesitz

Texans schleppen sich bei Fehler-Festival zum Divisionssieg

Nach dem wichtigen 24:21 beim direkten Rivalen Tennessee bekamen es die Houston Texans (10:5) an diesem NFL-Samstag mit den bereits ausgeschiedenen Tampa Bay Buccaneers (7:8) zu tun - und führten 9:22 Minuten vor der Halbzeitpause souverän mit 17:3. Was ganz nebenbei auch daran lag, dass der zuletzt aufdrehende Bucs-Quarterback Jameis Winston (vier Siege in Folge zuletzt mit insgesamt 1495 Passing Yards sowie zwölf Total Touchdowns bei sechs Interceptions) sich gleich drei vom Gegner abgefangene Fehlwürfe erlaubte - darunter ein Pick-Six nach gerade einmal 48 Sekunden! Ein verlorener Fumble von Running Back Peyton Barber machte das Ganze nicht leichter für das heimische Team, das sich aber auch dank guter Abwehrleistungen nie komplett abhängen ließ.

Deshaun Watson ist der Quarterback der Houston Texans.

Spielte nicht groß auf, führte seine Houston Texans aber zum Sieg bei den Buccaneers: Quarterback Deshaun Watson. Getty Images

Anstatt eben mit dem 17:3 im Rücken sicher aufzuspielen, leisteten sich so auch die sehr schwankend auftretenden Texans immer wieder hanebüchene Aktionen (eine Interception von Watson, Fumble von Läufer Duke Johnson). Zwischenzeitlich mutete dieses Football-Spiel recht arg wie ein Videospiel auf der Konsole an.

Da taten Houston, das nach einer frühen Verletzung lange Zeit ohne Will Fuller (Leistenverletzung) auskommen musste, nach dem zwischenzeitlich kassierten 17:17-Ausgleich von Tampa Bay (Winston mit Touchdown-Pass über acht Yards auf Receiver Justin Watson) doch auch zwei Field Goals von Kicker Ka'imi Fairbairn gut. Dennoch sollte es nochmals spannend werden, weil die Bucs noch zweimal an den Ball kamen - doch die insgesamt vierte Interception von Winston, der damit seit 2015 bei insgesamt elf Spielen mit mindestens drei Fehlwürfen steht (Höchstwert in diesem Zeitraum), besiegelte den 23:20-Auswärtssieg der Texaner genauso wie eine letzte, verzweifelte Aktion der Hausherren.

Die Division ist nicht unser ultimatives Ziel.

Deshaun Watson

Damit war das Play-off-Ticket gesichert - und zugleich zum vierten Mal in sechs Jahren unter Head Coach Bill O'Brien der Gewinn der AFC South. Das freute Quarterback Watson sichtlich, wenngleich er sofort anmerkte: "Die Division ist nicht unser ultimatives Ziel gewesen. Das ist nur ein Schritt auf dem Weg zum ganz großen Ziel. Wir werden den heutigen Sieg natürlich feiern, doch wir werden auch nächste Woche alles reinlegen, um uns dann für die große Show ab Januar vorzubereiten."

Statistik zum Spiel:

Deshaun Watson (Quarterback Houston Texans): 19/32, 184 Yards, kein Touchdown, eine Interception, fünf Sacks
Houston Texans: 15 First Downs, 229 Total Yards, 13 Total Drives, zwei Turnovers, 29:32 Minuten Ballbesitz

Jameis Winston (Quarterback Tampa Bay Buccaneers): 25/48, 335 Yards, ein Touchdown, vier Interceptions, drei Sacks
Tampa Bay Buccaneers: 19 First Downs, 435 Total Yards, 14 Total Drives, fünf Turnovers, 30:28 Minuten Ballbesitz

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