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Held von Cordoba: Österreich trauert um Edi Krieger

Ex-Nationalspieler verstirbt im Alter von 73 Jahren

Held von Cordoba: Österreich trauert um Edi Krieger

Edi Krieger

1978 in Cordoba mit von der Partie: Edi Krieger. imago images

Der Wiener Krieger gehörte zu jener legendären Elf, die bei der WM 1978 in Argentinien Deutschland durch ein spätes Tor von Hans Krankl mit 3:2 besiegte. Der Defensivspieler stand über 90 Minuten auf dem Platz in Cordoba und erzwang mit seiner Flanke das Eigentor von Berti Vogts zum 1:1. Auch an den beiden anderen ÖFB-Treffern war er beteiligt.

Insgesamt bestritt Krieger 25 Länderspiele für sein Heimatland. Auf Klubebene wurde er zweimal Meister mit der Wiener Austria (1969, 1970), zweimal gewann er mit dem Traditionsklub aus Favoriten den Pokal (1971, 1974). Später feierte er unter Ernst Happel drei Meisterschaften in Belgien beim FC Brügge (1976 bis 1978), stand mit dem Klub zudem im UEFA-Cup-Finale 1976 gegen den FC Liverpool (2:3, 1:1) und im Endspiel des Landesmeister-Pokals 1978, das Brügge in London gegen die Reds durch ein Tor von Kenny Dalglish mit 0:1 verlor.

Seine Karriere führte ihn auch in die Niederlande zu VVV Venlo, zurück in der Heimat spielte Krieger, der aus dem 1. Simmeringer SC hervorging, auch noch für den LASK.

Nach seiner Karriere zog sich Krieger zurück und erfüllte sich den Traum vom eigenen Kaffeehaus. Wenig erfolgreich damit, musste er es später aus finanziellen Gründen wieder schließen und arbeitete danach auch als Obst- und Gemüsehändler. Mit 73 Jahren verstarb Krieger nach langer Krankheit.

aho