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Bundesrat beschließt eSport-Visum

Einreise erleichtert

Bundesrat beschließt eSport-Visum

: In einer Sitzung am 20. Dezember entschied der Bundesrat auch über die Einreise von eSportlern.

: In einer Sitzung am 20. Dezember entschied der Bundesrat auch über die Einreise von eSportlern. Bundesrat

In dem neuen Beschluss, den zuvor bereits der Bundestag durchgewunken hatte, befasst sich der Bundesrat mit Regelungen, die Erwerbsmigration von Fachpersonal vereinfachen sollen. Dazu zählen auch eSportler. Ihnen soll die Einreise und der Aufenthalt in Deutschland zukünftig einfacher gestaltet werden.

Die neue Regelung ist insofern wichtig, als eSportler aus Drittstaaten einbezogen sind - also Einwohner von Nicht-EU-Ländern. Besonders bei Spielern aus Russland und dem Nahen Osten gab es in der Vergangenheit häufig Probleme, wenn sie bei Events in Deutschland antreten wollten.

"Der energische Kampf hat sich bezahlt gemacht. Wir sind zuversichtlich, dass Visa-Probleme bei eSport-Veranstaltungen in Deutschland jetzt der Vergangenheit angehören", kommentierte ESBD-Präsident Hans Jagnow den Beschluss des Bundesrates.

In dem Beschluss wird bestimmt, dass eSportler entsprechend der Definition des eSport-Bund Deutschland (ESBD) eingeordnet werden. Des ESBD muss zudem bestätigen, dass der von der einreisenden Person ausgeübte eSport von erheblicher nationaler oder internationaler Bedeutung ist. Des Weiteren gelten die Regeln, dass die Person das 16. Lebensjahr vollendet haben muss und sie von einem Verein oder einer Einrichtung ein Mindestgehalt bezahlt bekommen. Damit geht die Regierung sicher, dass die einreisenden Personen eSport berufsmäßig betreiben und nicht nur normale Zocker sind.

Turnierveranstalter und Teams profitieren

Infolge des neuen eSport-Visums wird Deutschland als Gastgeber von eSport-Turnieren attraktiver. Denn Turnierveranstalter müssen nun keine Sorgen mehr haben, dass ein Team absagt, weil es nicht einreisen darf. Zudem profitieren deutsche Vereine und Mannschaften. Sie können bei Kaderentscheidungen nun aus dem Vollen schöpfen und müssen weniger auf die Nationalitäten der Spieler achten.

Christian Mittweg