PES

Mesut Özil in China aus PES entfernt

Nach politischem Statement

Mesut Özil in China aus PES entfernt

Mesut Özil

Mesut Özil wurde 2014 mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister. imago images

Am 13. Dezember hatte Özil ein ausführliches Statement auf Twitter veröffentlicht, indem er sich für den unterdrückten Volksstamm der Uiguren in China stark machte und die Zurückhaltung anderer muslimischer Länder kritisierte. Daraufhin distanzierte sich bereits sein Verein, der FC Arsenal, von Özils Aussagen. Aber auch in China stößt das politische Engagement des Fußballstars auf wenig Gegenliebe: Das Unternehmen NetEase, welches für den Vertrieb von PES in China verantwortlich ist, hat angekündigt, den deutschen Fußballstar aus den chinesischen Versionen der Fußballsimulation zu entfernen.

"Seine Worte haben die Gefühle chinesischer Fans verletzt und den Sportsgeist von Liebe und Frieden missachtet. Das können wir weder verstehen, noch akzeptieren, noch vergeben", begründet NetEase die Entscheidung.

Nicht der erste Fall

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Spiele-Entwickler oder Publisher in Konfliktsituationen Pro-China positionieren. Erst im Oktober hatte Blizzard dem Hongkonger Hearthstone-Spieler Ng Wai 'blitzchung' Chung harte Strafen aufgebrummt, nachdem er sich in einem Interview öffentlich für die Proteste in seinem Land gegen China einsetzte.

Christian Mittweg