2. Bundesliga

Dornebusch: "Wenn man jetzt noch draufhauen würde..."

Nürnbergs Keeper bei spätem Gegentor machtlos

Dornebusch: "Wenn man jetzt noch draufhauen würde..."

Nürnbergs Torwart Felix Dornebusch

Kann es nicht fassen: Nürnbergs Torwart Felix Dornebusch. imago images

Asger Sörensen (38.) und Robin Hack (67.) hatten den FCN mit feiner Klinge respektive Gewalt in Front geschossen. Es schien, als ob die Franken gegen die KSV Holstein nach zuletzt wettbewerbsübergreifend neun Partien ohne Erfolg wieder einmal auf einen Sieg zusteuern. "Eigentlich ist es nach dem 2:0 ein Spiel, wo man meint, es funktioniert", klagte Trainer Jens Keller im Anschluss.

War es aber nicht. Torhüter Felix Dornebusch fasste die finalen Minuten treffend zusammen: "Das war totaler Wahnsinn" - aus Nürnberger Sicht im negativen Sinne. Der ehemalige Fürther Stefan Thesker köpfte in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:2-Endstand ein. Ein Gefühl, das man in der Frankenmetropole zum eigenen Leidwesen nur zu gut kennt. Gegen Sandhausen (2:3), Heidenheim (2:2), Aue (3:4) und auch Regensburg (1:1) erging es dem Club ähnlich. Macht in der Summe acht Zähler, die dem FCN durch späte Gegentreffer durch die Finger geronnen sind. "Es tut sehr weh", gab Behrens Einblick in sein Gefühlsleben. "Es sind sehr viele Nackenschläge in dieser Saison", so der Kapitän. Allerdings wolle man weiter nach vorne blicken, denn: "Aufgeben gibt es nicht."

Wenn man jetzt noch draufhauen würde, tut das der Psyche nicht gut.

Felix Dornebusch

Dass die Akteure sich nach Abpfiff zumindest wieder aufmunternden Applaus der Anhänger, die das Team in den vergangenen Heimspielen des Öfteren mit Schweigen gestraft hatten, abholen durften, tröstete nicht nur Behrens ("Die Reaktion der Fans war ein gutes Zeichen"), sondern auch Dornebusch ein wenig. "Wenn man jetzt noch draufhauen würde, tut das der Psyche nicht gut", so der 25-Jährige, der in Durchgang eins einen Strafstoß von Salih Özcan entschärft hatte, gegen die Treffer von Janni Serra und Thesker aber machtlos gewesen war.

Nun gilt es also, den Mund abzuputzen, die neue Situation anzunehmen (Dornebusch: "Wir stecken mitten im Abstiegskampf") und den Fokus auf das kommende Heimspiel gegen den Tabellenletzten Dynamo Dresden am Freitagabend (18.30 Uhr) zu richten. Die kämpferische Note, die Nürnberg im Vergleich zu vergangenen Auftritten tatsächlich an den Tag gelegt hatte, sei das, "was wir für Dresden mitnehmen müssen", forderte der Keeper und schlug damit in dieselbe Kerbe wie Behrens: "Jetzt haben wir noch ein Spiel, das wir versuchen müssen zu gewinnen."

kög