Bundesliga

1. FC Köln nach Derbysieg nicht mehr Letzter

FC gibt die Rote Laterne ab

Hector: "Die Jungen sind vielleicht nicht ganz so verkopft"

Jonas Hector klatscht den Fans Beifall

Erleichterung: Kölns Kapitän Jonas Hector & Co. nach dem Erfolg gegen Leverkusen. imago images

Das Bild nach dem Derbysieg hatte Symbolcharakter: Hüpfend gelang den siegreichen Kölnern vor der Fankurve nicht nur unter sich der Schulterschluss, sondern auch mit den Anhängern. Die feierten gerne mit ihren Lieblingen, die sie nach trostlosen Wochen mit nur einem Remis aus fünf Spielen schnell wieder ins Herz geschlossen haben. Zu Recht, der Geißbock-Elf war vieles gelungen, was Jonas Hector im Vorfeld des Spiels gefordert hatte.

Gisdol als "Freund neuer Impulse"

Zum Beispiel individuelle Fehler abzustellen. Dies war dem FC über weite Strecken gut gelungen, richtig zwingende Chancen von Bayer blieben Mangelware. Und vor allem, alles in die Waagschale zu werfen. Dies hat die verjüngte Kölner Anfangsformation - mit Youngster Jan Thielmann debütierte unter anderem erstmals ein Akteur des Jahrgangs 2002 in der Bundesliga - vom Start weg eindrucksvoll umgesetzt. Gisdol meinte hinterher, er sei ein "Freund neuer Impulse, wenn manches festgefahren ist", strich aber ganz klar die gute Leistung aller Spieler heraus.

Schönspielerei bringt nichts.

Jonas Hector

"Jeder Spieler hat sich voll reingehauen, das war das Entscheidende", sagte ein sichtlich erleichterter Jonas Hector, Vorbereiter des Führungstreffers durch Joker Jhon Cordoba (73.), gegenüber "Sky". Spielerisch hatten die Kölner keinen glanzvoller Auftritt hingelegt - der Kapitän tat seine Meinung dazu kurz und knapp kund: "Schönspielerei bringt nichts." Dass der so wichtige Dreier auf dem Weg zum Klassenerhalt gegen den nach zwei Platzverweisen dezimierten Rivalen (Gelb-Rot: Dragovic, 62., Rot: Bailey, 77.) nur ein Zwischenschritt war, ist dem National-Verteidiger auch klar: "Das müssen wir Woche für Woche bringen."

Spezielles Lob fand der Kapitän für die drei jungen Wilden - neben Thielmann kamen auch Ismail Jakobs (20) und Noah Katterbach (18) zum Zug: "Diese Unbekümmertheit tut uns auch gut. Die Jungen sind vielleicht nicht ganz so verkopft wie der eine oder andere Erfahrene." Dass mit Sebastian Bornauw ein ebenfalls erst 20-Jähriger das alles entscheidende 2:0 erzielt hat (84.), passt ja hier ins Bild.

jch

Bilder zur Partie 1. FC Köln - Bayer 04 Leverkusen