Bundesliga

FC Augsburg: Florian Niederlechner und Martin Schmidt bejubeln Auswärtssieg

Augsburgs Torschützen denken an Richters Fehlschuss aus der letzten Woche

Niederlechner berauscht: "Echt richtig geil, wie wir spielen"

Florian Niederlechner

Der erste Streich: Florian Niederlechner bereitet das 1:0 seines FC Augsburg gegen Hoffenheim vor. imago images

Die gefeierten Männer bei den Augsburgern waren am Freitagabend Florian Niederlechner und Philipp Max. Der eine bereitete alle vier FCA-Treffer vor, der andere schnürte den zweiten Doppelpack seiner Karriere und spielte zudem bei den anderen beiden Treffern den vorletzten Pass. Kein Wunder, dass beide nach dem Spiel überglücklich waren. "Es war einfach ein geiles Spiel", so Niederlechner bei DAZN, der auch die Überlegenheit Hoffenheims gerade vor der Pause anerkannte: "Da waren sie klar besser. Am Ende ist es Wahnsinn, dass wir das Spiel gewinnen."

Auf seine vier Torvorbereitungen angesprochen reagierte er bescheiden: "Es war so, dass ich immer nur noch querschieben musste, zum Glück ist immer einer mitgelaufen." Vor dem ersten Treffer, als Max den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste, hatte Niederlechner durchaus so seine Zweifel gehabt: "Letzte Woche hat ihn der Marco nicht gemacht …" Auch der Torschütze selbst erinnerte sich in der Situation an die kuriose Szene aus dem Mainz-Spiel, als Marco Richter freistehend am leeren Tor vorbeigeschossen hatte: "Ich habe kurz an Marco gedacht, hatte kurz den Wackelfuß, weil er so einfach war." Am Ende habe es aber geklappt und Max die Vorlage "dankend angenommen".

Schmidt nimmt seinen Spielern die Zweifel

24 Prozent Ballbesitz und ganze sechs Torschüsse (Hoffenheim: 19) reichten den Gästen dank enormer Kaltschnäuzigkeit und optimal ausgespielter Kontertaktik zum vierten Sieg aus den letzten fünf Spielen (bei einem Remis). Eine klare Sache für Schmidt: "Heute war die Effizienz ausschlaggebend." Die optische Dominanz der Hausherren war indes auch ihm nicht entgangen. "In den 20 Minuten vor der Pause sind wir durch ein Stahlbad gegangen, weil sie uns ziemlich hergespielt haben. Das hat uns in der Pause Diskussionen gekostet, einige Spieler waren ein bisschen verunsichert." Deshalb sei es in der Kabine darum gegangen, die Zweifel bei seinen Spielern auszuräumen und die entscheidenden spieltaktischen Änderungen vorzunehmen.

Ganz offensichtlich ist es dem Trainerteam außerordentlich gelungen, auch wenn Schmidt zugab: "Heute hatten wir das Glück gepachtet." Dennoch bleibt das Positive hängen: "Wir wissen, dass es hier keinen Schönheitspreis gab, alles hart erarbeitet war und sehr viel Fleiß dahintersteckt." In der englischen Woche will Augsburg gegen Düsseldorf nachlegen: "Das allerwichtigste Spiel ist das am Dienstag, da müssen wir punkten und fleißig sein."

psz