2. Bundesliga

Mit zurechtgelegter Trumpfhand: Markus Kauczinskis Plan für Dresden

Neuer Trainer von Dynamo Dresden blickt optimitisch auf erste Prüfung

Mit zurechtgelegter Trumpfhand: Kauczinskis Plan bei einem "heißen Gegner"

Markus Kauczinski ist neuer Trainer von Dynamo Dresden.

Soll dem Zweitliga-Letzten Dresden neues Leben einhauchen - und sieht sich dafür gewappnet: Trainer Markus Kauczinski. imago images

13 Punkte aus 16 Spielen - zu wenig für die Verantwortlichen bei der SG Dynamo Dresden. Also haben die Bosse den schwierigen Schritt vollzogen, sich von Fiel zu trennen und den erfahrenen Kauczinski einzustellen. Der 49-Jährige hat schließlich schon Klubs wie Karlsruhe, Ingolstadt und den FC St. Pauli betreut.

Hatte die Sachsen zuletzt noch Interims-Coach Heiko Scholz zu einem 1:1 gegen Sandhausen geführt, steht ab sofort also Kauczinski an der Seitenlinie - und verfolgt natürlich den Plan, direkt zum Start einen Dreier einzufahren. Dafür muss in der Fremde an der Bremer Brücke der starke Aufsteiger Osnabrück am Sonntag (13.30 Uhr, LIVE! bei kicker) besiegt werden. "Es wartet auf uns ein heißer Gegner, der mit hoher Intensität agiert und das Spiel immer stressig hält", weiß der neue SGD-Coach zwar über die Stärken der Lila-Weißen Bescheid (seit sieben Spielen unbesiegt, drei Siege, Platz 5).

Er gibt aber auch an, sich ordentlich Gedanken gemacht und das Team mit den ersten, wenigen Trainingseinheiten ordentlich eingestellt zu haben. Mit dem zusammengestellten Blatt auf der Hand zeigt sich Kauczinski zufrieden, hat einige Trümpfe ausgemacht: "Osnabrück ist eine sehr laufintensive Mannschaft. Nach den letzten Ergebnissen herrscht dort mit Sicherheit eine große Euphorie. Ich denke aber, dass wir durchaus in der Lage sind, diese Euphorie auszubremsen. Denn wir haben uns Dinge zurechtgelegt, um dort zu bestehen."

"Prinzipiell hat die Mannschaft mindestens das Niveau wie acht bis zehn andere Teams in der 2. Bundesliga", so der neue Mann darüber hinaus. "Ich bin absolut davon überzeugt, dass wir die Qualität haben, um Punkte aufzuholen. Ich will der Mannschaft vermitteln, dass noch viel Zeit ist und noch alles passieren kann."

Ebert "hat super trainiert"

Sein Kredo dabei: "Ich werde keine Fehler von vor mehreren Wochen hervorholen und darauf rumkauen. Wir konzentrieren uns auf das Jetzt, auf unsere Stärken - und gucken darauf, was wir richtig machen können. Das machen wir jetzt."

Auch die personelle Situation soll dabei nicht als Ausrede gelten, es werde einfach mit dem aktuell zur Verfügung stehenden Kader bestmöglich gearbeitet - und eben vorerst noch ohne Kapitän Marco Hartmann (Muskelfaserriss), Baris Atik (grippaler Infekt) und Patrick Möschl (Sprunggelenk) sowie sicher wieder mit dem nach Muskelfaserriss wieder vollständig auskurierten Patrick Ebert ("Er hat super trainiert und wird auf jeden Fall spielen"). Rund 1000 mitreisende Dresdner Fans sollen an der mit wohl um die 15.000 Zuschauern gefüllten Bremer Brücke für eine zusätzliche Infusion Euphorie sorgen.

mag

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