Bundesliga

Werder Bremen in München: Das lange Warten auf Nummer 27

Gelingt nach elf Jahren mal wieder ein Sieg gegen Bayern?

Werder: Das lange Warten auf Nummer 27

In München sah Werder zuletzt immer schlecht aus

Keine guten Erinnerungen: In München sah Werder zuletzt immer schlecht aus. imago images

Am Samstag ist es wieder so weit: Bayern München empfängt Werder Bremen zur bereits 107. Auflage des historischen Nord-Süd-Gipfels. Die Vorzeichen stehen dabei auch statistisch alles andere als gut für die Hanseaten, denn in den letzten 25 Partien gab es wettbewerbsübergreifend lediglich drei mickrige Unentschieden und ganze 22 Niederlagen, wobei man wenig Chancen gegen die überlegenen Bayern hatte. Der letzte Werder-Sieg in diesem Duell liegt schon gut elf Jahre zurück.

Die höchste Niederlage in diesem Zeitraum war ein 0:7 vor heimischer Kulisse am 15. Spieltag der Saison 2013/14. Im Rückspiel derselben Saison gingen die Grün-Weißen zwar zweimal in Führung, verloren aber unter anderem durch einen Doppelpack ausgerechnet von Claudio Pizarro noch mit 2:5 in der Allianz-Arena. Bremen wurde am Ende Zwölfter, die Bayern gewannen mit 19 Punkten vor Dortmund die Meisterschaft.

Die Bilanz der drei Aufeinandertreffen in der vergangenen Spielzeit sollte den Schützlingen von Trainer Florian Kohfeldt aber Mut machen. Schließlich verlor man jeweils nur mit einem Tor Unterschied, im Pokal sogar höchst umstritten durch einen Elfmeter in der 80. Minute - trotz VAR wurde das leichte Schieben Theodor Gebre Selassies an Kingsley Coman als Foul und somit Elfmeter gewertet, den Robert Lewandowski sicher verwandelte.

Der letzte Sieg der Werderaner gegen die Münchner datiert vom 20. September 2008: Zum Spieler des Spiels in der Allianz-Arena avancierte damals ein gewisser Mesut Özil, der ein Tor und zwei Vorlagen beisteuerte. Und selbst die beiden Bayern-Tore, blickt Werder-Manager Frank Baumann schmunzelnd zurück, "hat damals ein Bremer geschossen: Tim Borowski". Der sitzt diesmal als Co-Trainer auf der Gästebank. Der damalige Bayern-Coach Jürgen Klinsmann urteilte seinerzeit: "Es waren letztlich kurze Konzentrationsfehler, Abstimmungsfehler, die zu den Toren geführt haben."

Auf solche Fehler des Favoriten müssen die Bremer auch diesmal hoffen, um am Sonnabend einen Schritt aus der Abstiegszone zu machen. Eine Statistik spricht dabei übrigens auch für Werder: Nach wie vor haben die Bayern noch gegen keinen anderen Widersacher so viele Bundesliga-Niederlagen kassiert wie gegen Bremen. Im Fall der Fälle wäre es Nummer 27.

Paul Dummer

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