3. Liga

Boris Schommers sieht den FCK noch nicht "am Ende des Weges"

Zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder fünf Siege?

Schommers sieht den FCK "nicht am Ende des Weges"

Boris Schommer bejulten den Sieg gegen Halle

Boris Schommers holte in zehn Punktspielen fünf Siege mit dem FCK. imago images

Spätestens durch den verdienten 1:0-Sieg gegen den Halleschen FC, dem vierten Dreier in Folge, gelang dem FCK der Befreiungsschlag in der Tabelle der 3. Liga. Noch vor wenigen Wochen steckten die Roten Teufel mitten im Abstiegskampf, fanden sich sogar auf einem der unteren vier Plätze wieder. Doch das ist Vergangenheit - vor den zwei abschließenden Auswärtsspielen des Kalenderjahres hat das Rechnen im Umfeld zumindest schon wieder begonnen. Kann der Traditionsklub vom Betzenberg am Ende doch noch ein Wörtchen im Aufstiegsrennen mitsprechen?

Davon freilich will Cheftrainer Boris Schommers nichts wissen. "Es ist noch kein Höhenflug. Wir sind natürlich glücklich über die Entwicklung und über den vierten Sieg in Folge", sagt der 40-Jährige. "Aber wir sehen intern noch einige wesentliche Punkte, in denen wir uns verbessern müssen. Wir haben alle mitgeteilt, dass das noch nicht das Ende, sondern die Mitte des Weges ist." Das Team werde "weiter akribisch arbeiten müssen", um Erfolge einzufahren.

Keine neuen Ausfälle zu beklagen

Die nächste Herausforderung wartet schon am Wochenende, wenn die Lauterer beim FC Bayern München II antreten. Dass der ehemalige Bundesligist, der sich zahlreiche Duelle mit dem Rekordmeister geliefert hat, diesmal "nur" bei der Zweitvertretung der Münchner aufspielt, spielt für Schommers keine Rolle. "Sie können sich die Mannschaft ja mal anschauen", verweist er auf die individuelle Qualität der Bayern: "Wir müssen höllisch aufpassen. Wir dürfen nicht nur reagieren, sondern müssen auch agieren."

Für die Partie im Grünwalder Stadion kann der ehemalige Nürnberger Bundesliga-Coach auf seinen fast kompletten Kader bauen, einzig die Langzeitverletzten stehen dem FCK nicht zur Verfügung. Blessuren aus dem intensiven Halle-Spiel sind zudem schnell verheilt. "Die Jungs haben gemerkt, dass man an die Schmerzgrenze gehen muss, um den Tabellenzweiten zu schlagen, dass man aber auch die Pflege bekommt", sagt Schommers, der ein durchaus offensivfreudiges Spiel erwartet.

Fünf Siege in Folge gab es zuletzt 2009

Schließlich hat der FC Bayern II die viertmeisten Tore (33) in der 3. Liga geschossen, aber auch die drittmeisten (38) kassiert. Und der FCK erzielte auswärts sogar die meisten Treffer (21), stellte aber auch die anfälligste Defensive (24). Sind Tore also garantiert? Schommers könnte sich damit anfreunden, "wenn wir nachher eins mehr haben als der Gegner".

Dann hätte der FCK, der in der Folgewoche erneut nach Bayern reist und dann bei der SpVgg Unterhaching antritt, seinen fünften Punktspielsieg in Folge eingefahren. Das gelang dem FCK zuletzt von November bis Dezember 2009 in der 2. Bundesliga (insgesamt waren es sogar sechs Dreier in Folge). Am Ende der Saison stiegen die Roten Teufel auf.

pau