Champions League

Kai Havertz: "Natürlich ist die Enttäuschung groß"

Frust bei Cristiano Ronaldo am Ende

Havertz: "Natürlich ist die Enttäuschung groß"

Kai Havertz ist Spieler von Bayer 04 Leverkusen.

Hat mit Leverkusen das Achtelfinale der Champions League verpasst: Kai Havertz. imago images

Bayer Leverkusen hat das kleine Wunder in der Champions-League verpasst und tritt im neuen Jahr in der Zwischenrunde der Europa League an. In eigener Hand hatte der Bundesligist das eigene Schicksal ohnehin nicht mehr (Atletico Madrid gewann im Parallelspiel der Gruppe D mit 2:0 gegen Lokomotive Moskau), verlor allerdings trotzdem auch selbst mit 0:2 gegen ein am Ende cleveres und dann auch besseres Juventus.

Gerade gegen den Angriff um 1:0-Schütze Cristiano Ronaldo, 2:0-Schütze Gonzalo Higuain sowie Joker und den zweimaligen Vorlagengeber Paulo Dybala war letztlich kein Kraut mehr gewachsen. Und auch an der stabil stehenden B-Abwehr der Alten Dame um Torwartlegende Gianluigi Buffon oder dem türkischen Recken Merih Demiral biss sich die in den ersten 45 Minuten noch aktivere und etwas druckvollere Werkself reihenweise die Zähne aus. Am besten näherte sich Moussa Diaby in Abschnitt eins mit einem Pfostenschuss an.

"Bis zum 0:1 haben wir prima mitgehalten, am Ende hat es leider nicht gereicht. Es wäre sicher schön gewesen, Juve zu schlagen. Ich finde aber, dass wir insgesamt ein gutes Spiel gemacht haben. Es war ein viel engeres Spiel als das in Turin (0:3; Anm.d.Red.)", gab Bayer-Keeper Lukas Hradecky im Anschluss an und merkte zugleich an: "Wir haben das Achtelfinale aber nicht in diesem Spiel verpasst."

Havertz denkt ans Positive

Für den nach Faserriss seit zwei Spielen wieder einsatzbereiten Kai Havertz war das Resultat trotzdem ein kleiner Rückschlag, wie er im Interview mit "DAZN" kurz nach Spielschluss zugab: "Natürlich ist die Enttäuschung groß. Wir haben uns viel vorgenommen, wollten das Spiel gewinnen. Das haben wir nicht geschafft." Der 20-Jährige glaube aber auch, "dass wir eine gute Leistung gezeigt haben und hier viel für die kommenden Wochen mitnehmen".

Den Wirbel um seine Person, genauer gesagt die steten Gerüchte um mögliche Wechsel in der Zukunft, lassen den 20-Jährigen dagegen kalt: "Mittlerweile schaue ich da gar nicht mehr drauf. Deswegen interessiert mich das auch nicht. Mir wurde natürlich mit der Zeit bewusst, dass das irgendwann mal aufkommen wird. Doch davon lasse ich mich relativ wenig beeindrucken."

CR7 zeigt sich gefrustet

Was sonst noch auffiel in Leverkusen: Die Ordner in der BayArena ließen in der Schlussphase gleich mehrere Zuschauer auf den Platz huschen und in Richtung Cristiano Ronaldo rennen. Dieser zeigte sich beim ersten Fan in Juve-Kluft noch gut gelaunt, mit der Zeit entnervte das alles den Portugiesen aber verständlicherweise. Als dann kurz nach Schlusspfiff noch ein Mann mit Handy in der Hand am Hals von CR7 riss, war die Freude des Juve-Stars kurz komplett verflogen. Wenige Augenblicke, eine Umarmung und ein Backenkuss vom 41-jährigen Kollegen Gianluigi Buffon später überwog jedoch auch beim Torschützen wieder die Freude über den (ohnehin feststehenden) Gruppensieg und die Tatsache, in der Königsklasse nunmehr bei stolzen 128 Treffern in 168 Partien zu stehen (Rekordwert).

mag

Bilder zur Partie Bayer 04 Leverkusen - Juventus Turin