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DFB-Nachwuchs besucht Holocaust-Gedenkstätte

Mit DFB-Präsident Fritz Keller auf Israel-Reise

DFB-Nachwuchs besucht Holocaust-Gedenkstätte

DFB-Präsident Fritz Keller

Klares Bekenntnis gegen Antisemitismus und Rassismus: DFB-Präsident Fritz Keller (li.), mit U-18-Kapitän Kenneth Schmidt. DFB

Gemeinsam mit dem israelischen Verband fand auf dem Janusz-Korczak-Platz eine gemeinsame Gedenkveranstaltung statt. Keller, der wie für die Spieler zum ersten Mal die Gedenkstätte besucht hatte, erklärte anschließend, man werde dort mit der "brutalen und traurigen Geschichte, die unsere beiden Völker verbindet, konfrontiert". Keller weiter: "Und das ist gut, denn so vergessen wir nicht, dass wir alle Botschafter Deutschlands und mit dafür verantwortlich sind, dass solche Gräueltaten nie wieder passieren. Der Fußball kann gesellschaftliche Probleme nicht alleine lösen, aber wir haben die Verpflichtung, jegliche Form von Antisemitismus und Rassismus schon im Keim zu bekämpfen."

Bei der Gedenkveranstaltung sagte der frühere Präsident des israelischen Verbandes Moahe Zuares: "Auf dem Platz sind wir alle gleich, unabhängig von Religion oder Hautfarbe. Diese Werte hören nicht auf, wenn der Ball nicht mehr rollt. Wir alle tragen die Verantwortung dafür, dass solch eine Tragödie wie der Holocaust nie wieder passiert."

Nach der Gedenkveranstaltung verbrachte die deutsche U 18 noch den Nachmittag gemeinsam mit der DFB-Delegation in der geschichtsträchtigen Altstadt von Jerusalem und legte unter anderem Stopps an der Klagemauer, der Via Dolorosa und der Grabeskirche ein.

sam