Bundesliga

Schmidt hofft auf Lichtsteiner und Khedira

Augsburg: Trainer warnt vor "Sicherheitsgefühl"

Schmidt hofft auf Lichtsteiner und Khedira

Stephan Lichtsteiner und Rani Khedira

Stephan Lichtsteiner und Rani Khedira: Können die beiden Augsburger bei der TSG Hoffenheim auflaufen? imago images

Sechser Khedira (Nackenprellung) und Rechtsverteidiger Lichtsteiner (muskuläre Probleme an der Hüfte) mussten beim 2:1 gegen Mainz vorzeitig ausgewechselt werden. Schmidt glaubt aber daran, dass beide rechtzeitig für die Partie im Kraichgau fit werden. Nach intensiver Behandlung am Wochenende trainiert Khedira bereits seit Dienstag wieder. "Es sieht gut aus", meinte Schmidt.

Lichtsteiner konnte bislang hingegen nur dosiert üben. Neben Raphael Framberger (Muskelfaserriss) droht somit der zweite etatmäßige Rechtsverteidiger auszufallen. Das böte Schmidt allerdings die Möglichkeit, ein anderes Problem elegant zu lösen: Tin Jedvaj, der sich vorrangig als Innenverteidiger sieht, könnte nach rechts rücken, wo er auch in der kroatischen Nationalmannschaft spielt. Dann wäre im Abwehrzentrum Platz für Felix Uduokhai, der nach einer Knöchelblessur zuletzt dreimal auf der Bank saß, obwohl er sich zuvor stabiler als Jedvaj präsentiert hatte.

Ersetzen muss Schmidt zudem Ruben Vargas (5. Gelbe Karte), für ihn könnte der nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder spielberechtigte André Hahn in die Startelf rücken. "Wir haben in den letzten Spielen gesehen, dass diejenigen, die wir reinknallen, das Vertrauen sofort nutzen und mit Leistung dokumentieren", zeigt sich Schmidt zufrieden mit den Alternativen im Kader.

Es wäre gefährlich, sich darauf auszuruhen. Wir wollen die letzte Woche angehen, als wenn wir noch keine Punkte hätten.

Trainer Martin Schmidt

In der englischen Woche mit Partien gegen Hoffenheim, Düsseldorf und Leipzig will der FCA den jüngsten Aufwärtstrend fortsetzen und den Abstand auf die Abstiegszone vergrößern. "Die drei Spiele bieten uns eine große Chance, den Herbst so abzurunden, dass wir geruhsame Weihnachten feiern können", sagt Schmidt. Aktuell hat der FCA fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und sogar neun auf einen direkten Abstiegsplatz. Der Trainer will aber kein "Sicherheitsgefühl" aufkommen lassen und mahnt: "Es wäre gefährlich, sich darauf auszuruhen. Wir wollen die letzte Woche angehen, als wenn wir noch keine Punkte hätten."

Schmidt will an die rasante erste Halbzeit im Heimspiel gegen Mainz anknüpfen, die allerdings den entscheidenden Makel hatte, dass der FCA seine Chancen verschwendete. Trotzdem überwog aus Sicht des Trainers das Positive: "Ein Lob an die Mannschaft, mit welchem Rhythmus, welchem Tempo und welcher Gier wir auf diesen Gegner los sind. Es ist wichtig, diese Gier zu konservieren und in die letzten drei Spiele mitzunehmen. Wir brauchen noch mal 100 Prozent in jedem Spiel." Angst, dass dem FCA angesichts der intensiven Spielweise im Endspurt die Kraft ausgehen könnte, hat Schmidt nicht: "Es ist noch genügend Power im Tank. Die Spieler strotzen vor Gier und Mut."

David Bernreuther