2. Bundesliga

VfB Stuttgart - Denkpause für Gonzalez

Stuttgarts Stürmer findet sich auf der Bank wieder

Denkpause für Gonzalez

Nicolas Gonzalez

Muss sich wieder hinten anstellen: Nicolas Gonzalez. picture alliance

Was haben sie nicht alles getan, um ihn bei Laune zu halten, um ihn zu motivieren, ihn zu fördern, ihn zu einem Leistungsträger zu formen. Gonzalez wurde seit Saisonbeginn verbal in Watte gepackt, viel gelobt und mit Freiheiten beschenkt, wie zum Beispiel die Länderspielreisen zur argentinischen U 23, die ihm letztlich sogar die Tür zur A-Nationalmannschaft öffneten. Doch im VfB-Trikot zahlte der Angreifer nur phasenweise zurück. Zuletzt blieb er sogar immer mehr schuldig. Gegen Nürnberg fand er sich - vor allem für sich selbst überraschend - auf der Ersatzbank wieder.

Nach der Rückkehr von Daniel Didavi hinter der Spitze und dem erneut guten Auftritt von Mario Gomez im Stuttgarter Sturm, muss sich Gonzalez wieder hinten anstellen. "Nico hat gegen Nürnberg sicher die Konsequenz aus dem Sandhausen-Spiel bekommen, wo er nicht sehr glücklich agiert hat", erklärt Sven Mislintat. "Er muss sich ganz normal dem Konkurrenzkampf stellen." Der es durchaus in sich hat. "Wir sind vorne super aufgestellt", schwärmt der Sportdirektor. "Wenn man sieht, dass wir Silas (Wamangituka, Anm. d. Red.), Nico und Hamadi (Al Ghaddioui) auf der Bank hatten, und Tanguy (Coulibaly) und Matteo (Klimowicz) nicht mal im Kader standen. Aber er hat natürlich die Chance, sich im Training anzubieten und dann auch wieder nächste Woche Thema zu sein."

"Didavi war noch nicht so leichtfüßig"

Was auch für Didavi gilt, dem gegen die Franken nach langer Verletzungspause wenig gelang. "Er war noch nicht so leichtfüßig, nicht so topfit, wie er das vor der Verletzung war", erklärt Mislintat. "Da haben wir einen herausragenden Leader gesehen." Dass der Offensivmann zur Halbzeit in der Kabine blieb, habe aber weniger mit seinem Spiel, als mit seiner alten Verletzung zu tun. "Die Wade hat wieder etwas zugemacht. Deswegen wurde er vorsichtshalber ausgewechselt."

George Moissidis