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Rote Karte: Trainer in Bayern können nun auch stellvertretend belangt werden

Übungsleiter büßen im Zweifel

Rote Karte: Trainer in Bayern können nun auch stellvertretend belangt werden

Rote Karte

Schiedsrichter dürfen Trainern in Bayern nun auch Karten zeigen, wenn diese an einem vermeintlichen vergehen nicht persönlich beteiligt waren. Heuberger / imago

Schiedsrichter haben seit dem 1. Juli 2019 die Möglichkeit Trainer, aber auch Vereinsoffizielle, im Amateurbereich mit Karten zu bestrafen. In Bayern geht der Verband (BFV) sogar noch einen Schritt weiter: Fortan müssen nämlich Trainer unter Umständen auch stellvertretend für Vergehen ihres Teams büßen. Sollte ein Regelverstoß nämlich eindeutig einer Mannschaft aber nicht einer Person zugeordnet werden können, darf der Schiedsrichter dafür nun den Trainer mit einer gelben bzw. im härtesten Fall mit einer roten Karten bestrafen. Entsprechende Voraussetzungen dafür schaffte der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) in seiner Sitzung am vergangenen Wochenende mit einer Anpassung von Paragraf 40, Absatz 3, Satz 1 in der Rechts- und Verfahrensordnung.

Im Falle eines Platzverweises entscheidet anschließend - wie bisher bereits geschehen - ein Sportgericht über die Länge der Sperre. Analog zu Spielern ist der Trainer bis zur Entscheidung durch die zuständige Instanz gesperrt. Das bedeutet, dass betroffene Trainer für die Dauer der Sperre am Spieltag 30 Minuten vor Anpfiff bis 30 Minuten nach Schlusspfiff Umkleidekabinen, Spielertunnel, Kabinengang sowie Innenraum des Platzes nicht betreten dürfen. Zudem ist in dieser Zeitspanne der Kontakt zu ihrer Mannschaft untersagt.

dw