Champions League

Frenkie de Jong leidet mit: Ajax und der Frust nach dem frühen CL-Aus

Der Vorjahres-Halbfinalist scheitert in der Vorrunde

De Jong leidet mit: Ajax und der "besonders bittere" Trostpreis

Frenkie de Jong und Hakim Ziyech

Der eine steht im Achtelfinale, der andere nicht: Frenkie de Jong und Hakim Ziyech. picture alliance

Die Szene, die das bittere Aus von Ajax in der Champions League so passend umschreibt, ereignete sich nicht mal in Amsterdam. Etwa 1000 Kilometer weiter südlich in San Siro muss Frenkie de Jong am Dienstagabend gegen 23 Uhr auf der Video-Leinwand gesehen haben, dass seine ehemaligen Kollegen gegen Valencia verloren und nur Dritter geworden waren.

Sichtlich geknickt ließ der 22-Jährige, im Sommer für 75 Millionen Euro von Ajax zu Barça gewechselt, den Kopf hängen und stemmte die Hände in die Hüften.

Anders ging es auch seinen einstigen Weggefährten nicht. "Das tut sehr weh", erklärte Dusan Tadic nach dem 0:1 gegen die Spanier. "Ich weiß nicht, was ich sagen soll." Trotz der guten Ausgangslage (ein Unentschieden hätte Ajax fürs Achtelfinale gereicht) und mehr Spielanteilen war der Vorjahres-Halbfinalist gegen Valencia kaum zu guten Chancen gekommen und überwintert nun in der Europa League.

Der "Trostpreis" heiterte die Niederländer wenig überraschend nicht auf. "Nein", sagte Tadic, "wir sind nicht glücklich über die Europa League. Wir wollen in die Champions League." Der Serbe war nach seiner spektakulären Vorsaison in der Königsklasse (sechs Tore und fünf Vorlagen in zwölf Spielen) dieses Mal ohne Tor geblieben.

Nach sechs Punkten aus den ersten drei Spielen und einer zwischenzeitlichen 4:1-Führung am 4. Spieltag bei Chelsea hatte es für Ajax eigentlich gut ausgesehen, dann aber kassierte der niederländische Double-Sieger in London noch drei Gegentore, gewann in Lille und verlor gegen Valencia. "Das macht es besonders bitter", konstatierte Trainer Erik ten Hag. "Wir hätten es verdient gehabt, die Enttäuschung ist groß."

mkr