Champions League

"Sensationell, unglaublich, fantastisch": BVB feiert Bürki

Neue Taktik, starker Brandt: Es läuft in Dortmund

"Sensationell, unglaublich, fantastisch": BVB feiert Bürki

Der gefeierte Mann: Dortmunds Keeper Roman Bürki.

Der gefeierte Mann: Dortmunds Keeper Roman Bürki. imago images

Wie schnell es im Fußball gehen kann, ist aktuell beim BVB zu sehen. Nach dem 3:3 gegen Paderborn war die Kritik groß, es folgte das 1:3 in Barcelona. Die Borussen standen in der Königsklasse vor dem Aus und hatten in der Bundesliga nicht überzeugt (Stichwort 0:4 in München). Aber seit dem Spiel bei den Katalanen hat sich einiges getan. Ganz nüchtern betrachtet folgten drei Siege in Berlin (2:1), gegen Düsseldorf (5:0) sowie gegen Prag.

Taktische Umstellung greift

Bei einem genaueren Blick hat der Erfolg seine Gründe. Zum einen greift die neue Taktik von Trainer Lucien Favre, der seine Mannschaft seit drei Spielen mit einer Dreierkette ins Rennen schickt. "Die Umstellung hat uns sehr gut getan. Seitdem haben wir drei gute Spiele gemacht. Da hat er (Trainer Favre, d.Red.) auf jeden Fall die richtige Maßnahme ergriffen", sagte Mats Hummels, der von seinem Bruder Jonas interviewt wurde, nach der Partie bei "DAZN".

Brandt blüht auf

Ein absoluter Gewinner der Umstellung ist Julian Brandt. Der Neuzugang aus Leverkusen blüht in neuer Rolle im Mittelfeldzentrum auf der Acht auf. Gegen die Tschechen erzielte der deutsche Nationalspieler den 2:1-Treffer. "Er bringt tiefe Laufwege, mit dem Ball geht er an den Leuten vorbei und er hat unglaublich viel Bewegung im Spiel. Das gibt uns viele Optionen, schafft uns viele Räume für die anderen. Er ist ein unglaublicher Mehrwert für uns auf der Acht", lobte Hummels. Brandt zeigte sich nach dem Spiel einfach nur glücklich: "Das fühlt sich sehr gut an, heute hat vieles funktioniert. Wir haben alles reingeworfen und wussten, was auf dem Spiel stand."

Bürkis sensationeller Abend

Dabei standen die Vorzeichen für die Schwarz-Gelben gar nicht so gut, denn sie hatten es nicht selbst in der Hand. Inter spielte gegen eine etwas vebesserte B-Elf des FC Barcelona und hatte bei gleicher Punktzahl den direkten Vergleich mit den Westfalen gewonnen. Doch die Katalanen halfen dem Bundesligisten und siegten 2:1 in Mailand. Dortmund kann sich also bei Barça bedanken. Doch der größte Dank sollte Keeper Roman Bürki gelten. Der Schlussmann wurde nach der Partie von der Südtribüne gefeiert, die Fans honorierten einen sensationellen Auftritt ihrer Nummer eins. "Roman hat heute fünf, sechs, sieben absolute Weltklasse-Paraden gezeigt. Er hat ein Top-Spiel gemacht. Mehr kann er nicht machen als das, was er heute gemacht hat. Das war wirklich sensationell", lobte Hummels. Und Coach Favre fügte bei "Sky" an: "Ich muss sagen: Er war unglaublich. Er war fantastisch."

Der Keeper gab sich derweil ganz bescheiden: "Wir sind ein Team, haben gut gekämpft. Wir waren ein Mann weniger (Julian Weigl sah in der 77. Minute Gelb-Rot, d.Red.) , es war klar, dass auch Arbeit auf mich zukommt. Dafür bin ich auch da. Wir haben oft in den letzten Wochen unglücklich Gegentore gekriegt und ich hatte oft keine Saves. Heute habe ich es vielleicht wieder ein bisschen gutgemacht."

Favre ist "emotionaler geworden"

Für zuletzt in der Kritik stehende Dortmunder sieht es also aktuell gar nicht so schlecht aus. Der BVB überwintert im DFB-Pokal und der Champions League. In der Liga stehen die Borussen auf Rang drei mit fünf Punkten hinter Gladbach. Auch auf Trainer Lucien Favre, der aufgrund seiner Art nicht unumstritten ist, kommen etwas ruhigere Zeiten zu. "Er ist in den letzten Wochen emotioneler und energischer geworden, das merkt man ihm an, das überträgt sich auch auf uns. In der Trainingsgestaltung und der Ansprache hat er überall ein bisschen was draufgelegt. Damit hat er uns absolut auf den richtigen Weg gebracht", betonte Hummels. Und genau diesen Weg wollen die Schwarz-Gelben nun weitergehen.

mst

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