Bundesliga

Beierlorzer recherchiert mit Einzelgesprächen

Mainz: Intensive Analyse der Augsburg-Niederlage

Beierlorzer recherchiert mit Einzelgesprächen

Achim Beierlorzer

Suchte nach Gründen für die erste Niederlage: Achim Beierlorzer. imago images

"Es waren schon einige Aspekte, die wir aufzeigen mussten", verriet Beierlorzer und führte aus: "Wir müssen gegen den Ball viel intensiver anlaufen, in den ersten beiden Spielen war es Wahnsinn, wie wir teilweise die Frankfurter Innenverteidiger angesprintet sind. Das haben wir jetzt nicht." Dasselbe galt für die Defensive: "Bei den Augsburger Tiefensprints waren wir nicht aufmerksam und bereit genug, die aufzunehmen.

Da hat die eine Mannschaft investiert, die andere nicht." Und: "Wir waren aber auch nicht kernig genug in den Zweikämpfen, von der Positionierung zu zögerlich und unentschlossen. Auch nach vorne haben wir zu selten die Sprints und die Tiefe gesucht, obwohl Augsburg da Mann gegen Mann gespielt hat."

Wie schon unter Vorgänger Sandro Schwarz war am Samstag ein deutlicher Leistungs- und Bereitschaftsunterschied im Vergleich nach erfolgreichen Partien zu sehen, eine Frage der Einstellung? "Das glaube ich nicht", sagt der Coach und sieht das Problem nicht spezifisch in Mainz: "Eine Konstanz, dass sie jedes Mal ihr Potenzial abruft, hätten wir wie jede andere Mannschaft sehr gerne."

Sein Rezept für die kommenden Tage ist deswegen die intensive Recherche nach Gründen. "Wir werden viele Gespräche führen und Nachforschungen führen, woran es gelegen hat." Es gelte, "an der Persönlichkeit jedes Einzelnen zu arbeiten, damit jedes Mal die Aufmerksamkeit bei 100 Prozent ist". Denn mit der Leistung der ersten Halbzeit in Augsburg wird es am Samstag gegen Borussia Dortmund (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) schwer: "Diese Passivität verbunden mit einem Aufmerksamkeitsdefizit müssen wir bearbeiten."

Patrick Kleinmann