Bundesliga

Koch: Traum erfüllt, Träumen verboten

Freiburg: Streichs Lob für Gulde

Koch: Traum erfüllt, Träumen verboten

Freiburgs Robin Koch

"Als Mannschaft gut verteidigt": Freiburgs Robin Koch. imago images

Klar, so eine gewaltige Offensivwucht wie Bayer Leverkusen und Borussia Mönchengladbach brachte der VfL Wolfsburg nicht mit in den Breisgau, mit 15 Toren aus 13 Spielen reisten die Gäste an, mit 15 Toren aus 14 Spielen wieder ab. Grund dafür war aber auch die erstarkte Defensive des SC, bei dem zwei Personalien herausstachen - eine erwartete Änderung und eine überraschende Konstante.

Dass Robin Koch nach seinem Spiel auf der Doppel-Sechs in Mönchengladbach wieder als Mittelmann der Dreierkette auflaufen würde, war ein nachvollziehbarer Schachzug von Christian Streich. Der Neu-Nationalspieler zeigte sich nach der Partie entsprechend zufrieden mit der Leistung des Teams: "Natürlich war viel Abwehrarbeit gefragt, Wolfsburg hatte aber keine zwingenden Torchancen. Wir haben als Mannschaft gut verteidigt." Das habe "wieder einmal gezeigt", dass der SC "genügend Qualität hat, um mit einer solchen Mannschaft mithalten zu können".

Für den 23-Jährigen geht die bisher so erfolgreiche Saison nahtlos weiter, Platz fünf in der Bundesliga und die nicht unrealistische Aussicht auf eine EM-Nominierung. "So habe ich es mir vielleicht mal erträumt. Dass es momentan Realität ist, ist Wahnsinn ...", findet der Innenverteidiger. Angesichts des straffen Programms bliebe "aber nicht viel Zeit, darüber nachzudenken. Wir müssen es jede Woche bestätigen". Und bei allen erfüllten Wünschen sei nicht die Zeit für neue in Form von, sagen wir mal, der Champions League: "Da brauchen wir jetzt nicht träumen."

Überraschung für Gulde

War Kochs "Rückzug" erwartbar, kam die erneute Startelf-Nominierung von Manuel Gulde dagegen etwas überraschend. In Mönchengladbach hatte der 28-Jährige wie seine Nebenmänner enorme Probleme mit Marcus Thuram und Co., gegen Wolfsburg zeigte Gulde eine mehr als solide Partie und holte sich von seinem Coach ein Sonderlob ab. "Er war auffallend gut. Das Spiel ist ihm entgegengekommen, er konnte sich wahnsinnig reinbeißen", befand Streich: "Er hat gegen Weghorst unglaubliche Kopfballduelle geführt, obwohl der einen Kopf größer ist, und hatte eine gute Präsenz. Ich freue mich extrem für ihn, dass er dieses Erfolgserlebnis hat. Er hat sehr lang dafür gearbeitet, weil er immer mal Verletzungen hatte."

Patrick Kleinmann

Bilder zur Partie SC Freiburg - VfL Wolfsburg