Bundesliga

1. FC Köln: Hector fordert Konzentration und baut auf die Unterstützung von den Tribünen

Kölns Kapitän und Nationalspieler appelliert an Kollegen und Fans

Hector fordert Konzentration und baut auf die Unterstützung von den Tribünen

Ist sich der Situation bewusst und hofft auf die Unterstützung der Fans: Jonas Hector (hier in der Mixed-Zone nach dem Training am Dienstagmorgen).

Ist sich der Situation bewusst und hofft dennoch auf die Unterstützung der Fans: Jonas Hector. imago images

Die Tatsache, dass der 1. FC Köln am vergangenen Sonntag auf Platz 18 abgerutscht ist, rief dann auch noch den Stadionsprecher auf den Plan. Michael Trippel (65), eigener Aussage nach seit fünfeinhalb Jahrzehnten Fan des Klubs, ließ nach der Pleite bei Union Berlin auf Facebook verlauten: "Eine der schlechtesten Mannschaften seit 55 Jahren FC", so lautete das Urteil über diejenigen, die er am Samstag womöglich wieder mit zitterigem Pathos in der Stimme feiern wird. Ob diese Kritik nun sein musste, darüber werden andere befinden. Dieser öffentliche Kommentar eines Mitarbeiters zeigt allerdings, dass sich beim Tabellenletzten offensichtlich jeder unter dem Zwang fühlt, sich zu Wort melden zu müssen - ob gefragt oder nicht.

Hector will vor allem die individuellen Fehler abstellen

Hector wurde tatsächlich gefragt, stand am Dienstag in der Mixed Zone Rede und Antwort und versuchte, mit einer Mischung aus Zuversicht, Erklärungen, Durchhalteparolen und Appellen sowie einer Prise Ratlosigkeit, die Situation zu beschreiben. Zwei Siege, so des Kapitäns Rechnung, dann habe man wieder festen Boden unter den Füßen: "Der Abstand zum rettenden Ufer ist nicht so weit. Aber wir wissen, dass wir Punkte brauchen. Und die versuchen wir, in den nächsten drei Spielen zu sammeln. Wir suchen nach Lösungen, um Punkte zu bekommen."

Leverkusen, Frankfurt, Bremen - die drei nächsten Gegner sind alles andere als Fallobst. Ein Grundübel hat Hector ausgemacht: die individuellen Fehler, die schnellstens abgestellt werden müssten: "Es ist nun einmal so, dass auf dem Platz auch falsche Entscheidungen getroffen werden." Momentan wirkt sich dies so fatal aus, "weil sie direkt bestraft werden", so der Nationalspieler, der Konzentration einfordert und gerade vor dem Derby gegen Bayer Leverkusen auf den Rückhalt von den Tribünen baut: "Man kann die Enttäuschung verstehen. Ich als Fan wäre nicht anders. Aber wir brauchen die Unterstützung gerade auch bei den Heimspielen, wir müssen zusammen solche Spiele gewinnen und die nötigen Punkte sammeln."

Wir brauchen die Unterstützung gerade auch bei den Heimspielen, wir müssen zusammen solche Spiele gewinnen und die nötigen Punkte sammeln.

Jonas Hector

Hector fordert vor der Partie gegen Leverkusen außerdem eine funktionierende Gemeinschaft, Zusammenhalt, Selbstvertrauen, dass Jeder für Jeden einsteht: "Wir müssen alles in die Waagschale werfen, dass wir bestehen können. Das muss uns bewusst sein, das müssen wir auf den Platz bringen."

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