Bundesliga

"Das funktioniert so nicht": Heldts Warnung an Kölner Spieler

Individuelle Fehler gaben wieder den Ausschlag

"Das funktioniert so nicht": Heldts Warnung an Kölner Spieler

Bedient: Horst Heldt und Trainer Markus Gisdol (r.).

Bedient: Horst Heldt und Trainer Markus Gisdol (r.). imago images

Einigkeit herrschte im Kölner Lager über die primären Ursachen für die Niederlage in Berlin. Zwar sei man vor allem in den ersten 30 Minuten die bessere Mannschaft gewesen, allerdings haben letztlich individuelle Fehler den Ausschlag gegeben. So wie der Ballverlust von Birger Verstraete am eigenen Sechzehner nach 32 Minuten. Weil der Belgier ausrutschte, landete der Ball bei Sebastian Andersson, der umgehend eine Ecke herausholte. Im Anschluss an diese schlug der Schwede dann per wuchtigem Kopfball zu (33.) - es war der Beginn des Kölner Untergangs.

"Wir machen die Tore nicht und kriegen sie zu leicht."

Horst Heldt

"Wir laden den Gegner mit eigenen Fehlern in der Vorwärtsbewegung ein", monierte Geschäftsführer Horst Heldt nach Abpfiff und befand sich damit auf einer Linie mit Trainer Markus Gisdol. "Wir schenken diesen Eckball her", meinte der 50-Jährige und betonte: "In unserer Situation können wir uns so einfache Fehler nicht erlauben."

Terodde übt Selbstkritik

Verstraets Ballverlust, der gewiss zur vorentscheidenden Ecke geführt hatte, war eine Sache, eine andere aber die schlechte Abwehrarbeit bei selbiger. Simon Terodde nahm das am "Sky"-Mikro auf seine Kappe. "Ich lasse leider meinen Mann laufen und bringe uns so auf die Verliererstraße. Ich muss da besser verteidigen", zeigte sich der Stürmer selbstkritisch.

Neben seiner schwachen Defensivleistung vor dem 0:1 wird sich Terodde aber ebenso wie die gesamte Kölner Abteilung Attacke ankreiden lassen müssen, dass vorne mal wieder die Durchschlagskraft gefehlt hat. Der Effzeh hat gerade mal zwölf Tore in der laufenden Saison markiert, stellt somit die schlechteste Offensive der Liga. "Wir machen die Tore nicht und kriegen sie zu leicht", brachte Heldt die Kölner Situation auf den Punkt.

Wieder nichts: Timo Horn und Lasse Sobiech (r.) reisten mit leeren Händen aus Berlin nach Hause.

Wieder nichts: Timo Horn und Lasse Sobiech (r.) reisten mit leeren Händen aus Berlin nach Hause. imago images

Konsequenz als Mittel zum Erfolg

Stellt sich die Frage, wie man das ändern kann. "Konsequent Fußball spielen", fordert Gisdol, denn: "Du hast keine Chance, wenn du nicht über 90 Minuten konsequent spielst." Der Coach bezieht sich dabei auch auf so Dinge wie Laufarbeit und Zweikampfverhalten - in beiden Segmenten hatten die Köpenicker klare Vorteile gehabt. "Das funktioniert so nicht", weiß auch Heldt: " Wir haben keine Lösungen gefunden. Wir agieren ohne Überzeugung."

Heldts Warnung an die Profis

Allgemein müsse sich etwas ändern, betonte Heldt und nahm direkt die Spieler in die Pflicht. "Jeder einzelne muss Verantwortung übernehmen", so der Geschäftsführer, der nun andere Saiten aufziehen möchte: "Wir werden konsequent handeln, wir können auf keinen warten", sagte der 50-Jährige und forderte: "Wir müssen überzeugender spielen und dürfen uns nicht so leicht ergeben." Eine klare Warnung an die Profis schob er noch hinterher. So würde man nur noch mit den Spielern arbeiten wollen, die komplett mitziehen. "Und wenn wir das Gefühl nicht haben, dann versuchen wir die zu finden, die uns das Gefühl geben."

drm

Bilder zur Partie 1. FC Union Berlin - 1. FC Köln