Handball

"Es wurde Zeit": Kiel nach drei Jahren wieder Bundesliga-Spitzenreiter

Hannover und Rhein-Neckar Löwen bleiben oben dran

"Es wurde Zeit": Kiel nach drei Jahren wieder Bundesliga-Spitzenreiter

Patrick Wiencek

Hartes Stück Arbeit: Patrick Wiencek und der THW Kiel rangen Minden nieder. imago images

Der THW Kiel tat sich im Heimspiel gegen GWD Minden schwer, fuhr am Ende aber einen 29:27-Erfolg ein. Damit zogen die Kieler mit nunmehr 24:4 Punkten an der SG Flensburg-Handewitt (24:8) vorbei. Der amtierende Meister hatte am Donnerstag mit 25:26 in Magdeburg den Kürzeren gezogen. "Das ist immer schön", sagte THW-Torwart Niklas Landin mit Blick auf die Tabelle. "Aber die Saison ist noch lang. Es ist noch nichts entschieden."

Vor dem Anpfiff hatte es für Kiel doppelten Grund zur Freude gegeben: Zum einen gab Kapitän Domagoj Duvnjak nach dreiwöchiger Verletzungspause sein Comeback, zum anderen wurde die Vertragsverlängerung von Rune Dahmke bis zum Sommer 2022 verkündet. Auch der Linksaußen freute sich nach dem Spiel über die zwei Punkte und die Tabellenführung: "Es wurde Zeit. Wir freuen uns, endlich wieder oben zu stehen. Das war heute unser Ziel."

Die Hausherren, die vor der Partie von Trainer Filip Jicha zwei Tage frei bekommen hatten, hatten jedoch mehr Mühe als erwartet. Minden lag Mitte der ersten Halbzeit mit drei Toren vorn und forderte den Favoriten, der in Kreisläufer Hendrik Pekeler (sechs Tore) seinen besten Werfer hatte, bis zum Schluss.

Löwen siegen gegen Göppingen, Hannover schlägt die Füchse

Lange Zeit taten sich auch die Rhein-Neckar Löwen beim Arbeitssieg gegen Göppingen schwer. Vor allem Nationalspieler Marcel Schiller, der elf Tore warf, bekamen die Mannheimer kaum in den Griff. Nach ausgeglichener erster Hälfte (13:13) gewannen die Löwen am Ende aber klar mit 28:21. Wie Flensburg haben sie 24:8 Punkte auf dem Konto. "Am Ende haben wir zwar mit sieben Toren Unterschied gewonnen, aber 45 Minuten war es ein Kampf auf Augenhöhe", konstatierte Trainer Kristjan Andresson bei "Sky".

Morten Olsen

Elf Tore für den Sieg gegen Berlin: TSV-Spielmacher Morten Olsen. imago images

Auch die TSV Hannover-Burgdorf (22:8) hielt durch ein 31:28 gegen die Füchse Berlin Anschluss. Nach ausgeglichener erster Hälfte verloren die ersatzgeschwächten Berliner nach der Pause den Faden, scheiterten zudem immer wieder an TSV-Torhüter Domenico Ebner. "Wir haben die Halle mitreißen können und das pusht und natürlich auch auf dem Feld", meinte dieser nach der Partie bei "Sky".

Hannover zog auf fünf Tore davon. Drei Minuten vor dem Ende verkürzten die Füchse durch drei Treffer von Stipe Mandalinic zwar noch einmal auf 27:29. Am Ende brachte die TSV, die am Mittwoch das Pokal-Halbfinale erreicht hatte, aber einen 31:28-Erfolg ins Ziel. Spielmacher Morten Olsen war mit elf Treffer bester Werfer.

"Ich bin mit beiden Halbzeiten nicht zufrieden, auch wenn es zur Pause relativ ausgeglichen war", meinte Füchse-Coach Velimir Petkovic: "In der zweiten Hälfte haben wir die ersten sechs Minuten verschlafen. 31 Gegentore sind am Ende einfach zu viel für uns, so etwas schaffen wir nicht zu kompensieren." Die Füchse (20:10), die kommenden Donnerstag (19 Uhr) den THW Kiel erwarten, sind Siebter.

THW Kiel - TSV GWD Minden 29:27 (14:12)

Tore: Pekeler (6), Reinkind (4), Ekberg (4/3), Duvnjak (3), Jacobsen (3), Bilyk (3), Nilsson (2), Zarabec (2), Weinhold (1), Dahmke (1) für Kiel - Michalczik (7/2), Gulliksen (6), Reissky (3), Padshyvalau (3), Savvas (3/1), Gullerud (2), Korte (1), Nowatzki (1), Meister (1) für Minden - Zuschauer: 10.285

Rhein-Neckar Löwen - FA Göppingen 28:21 (13:13)

Tore: Kirkelokke (5), Schmid (4/3), Tollbring (3), Larsen (3), Fäth (3), Groetzki (3), Nielsen (3), Kohlbacher (2), Petersson (1), Gensheimer (1/1) für die Rhein-Neckar Löwen - Schiller (11/7), Sliskovic (3), Rentschler (3), Kneule (1), Bagersted (1), Peric (1), Kozina (1) für Göppingen - Zuschauer: 8457

HC Erlangen - DHfK Leipzig 25:22 (10:8)

Tore: Ivic (6), Sellin (6/2), Haass (3), Firnhaber (3), Minel (2), Von Gruchalla (2/2), Katsigiannis (1), Overby (1), Murawski (1) für Erlangen - Krzikalla (4/4), Binder (4), Wiesmach (3), Weber (3), Mamic (2), Janke (2), Birlehm (1), Semper (1), Witzke (1), Remke (1) für Leipzig - Zuschauer: 5044

TSV Hannover-Burgdorf - Füchse Berlin 31:28 (17:16)

Tore: Olsen (11/3), Kastening (5), Büchner (4), Cehte (4), Martinovic (2), Böhm (2), Pewnow (1), Jonsson (1), Mavers (1/1) für Hannover - Lindberg (9/7), Wiede (6), Mandalinic (3), Holm (3), Drux (2), Kopljar (2), Koch (2), Marsenic (1) für Berlin - Zuschauer: 8701

ski/dpa

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