2. Bundesliga

Endo verspricht Kontinuität

Stuttgart: Trainer Walter und die Suche nach dem idealen Sechser

Endo verspricht Kontinuität

Wataru Endo

Zurzeit gesetzt auf der Sechs: der Stuttgarter Wataru Endo. imago images

Als der Japaner im Sommer kurz vor Ende der Transferperiode in Stuttgart auftauchte war die Überraschung groß. Vor allem bei Walter, der den Nationalspieler aus dem Land der aufgehenden Sonne zwar kannte, aber nicht auf dem Schirm hatte. "Dazu kann ich nichts sagen. Ich habe ihn das erste Mal gesehen", meinte der 44-Jährige nach dem ersten Training mit dem Japaner, von dem er zu Beginn nicht wirklich wusste, wohin er ihn stecken sollte. "Ich wusste schon, dass er kommt, aber ich muss mir erst ein Bild von ihm machen. Was ihn auf dem Feld auszeichnet, muss ich erst einmal selbst sehen. Mit Bildern allein reicht das nicht." Mittlerweile weiß Walter, was er an dem kleinen Mittelfeldmann hat.

Nach langer Anlaufphase. Bis zum 3. Spieltag suchte man Endo im Kader vergeblich. Bis zum 12. Spieltag auch auf dem Rasen, den er gegen Dresden in den Schlussminuten doch noch betreten durfte. Ein Mini-Einsatz, in dem er dennoch Pluspunkte sammeln konnte. Am 14. Spieltag stand Endo dann schließlich überraschend in der Startelf und trumpfte gegen den KSC auf. Als defensives Gewissen des VfB-Spiels im Zentrum.

Wir können auf der Position mit etwas Kontinuität rechnen.

Tim Walter

Auf der Sechs, der Position, über die Walter kurz zuvor noch gesagt hatte, dass er die Ideallösung noch nicht gefunden habe. Weder Atakan Karazor, noch Orel Mangala, noch Gonzalo Castro hatten zuvor uneingeschränkt überzeugt. Das gelang offenbar Endo in seinen beiden Partien gegen Karlsruhe und Sandhausen. "Er hat es die beiden Spiele zuletzt ganz ordentlich gemacht. Wir können auf der Position mit etwas Kontinuität rechnen", sagt Walter über den 1,77 Meter kleine Leihspieler vom belgischen Erstligisten VV St. Truiden.

Lange Länderspielpausen erschweren das Einspielen

Die Gründe für die lange Wartezeit seien einfach zu erklären. "Wataru ist erst spät zur Mannschaft gekommen, ist in den Länderspielpausen immer sehr lange unterwegs. Es hat sich nie die Möglichkeit ergeben, ihn auf dieser Position in einem Spiel auszuprobieren", sagt sein Trainer. "Er hat sich aber über das Training empfohlen und es zuletzt gut gemacht."

Zumindest so gut, dass der Japaner auch gegen Nürnberg gesetzt sein dürfte.

George Moissidis