2. Bundesliga

Hannover: Bakalorz trifft und lobt

"Die Mentalität hat gepasst"

Hannover: Bakalorz trifft und lobt

Marvin Bakalorz

Marvin Bakalorz findet lobende Worte nach dem ersten Heimsieg von Hannover 96. imago images

Die Lobeshymnen von Marvin Bakalorz erstreckten sich von der Mannschaft über den Trainer bis zu den Fans. "Die Einwechslungen des Trainers und die Mentalität haben gepasst", erklärte ein sichtlich zufriedener Kapitän von Hannover 96, der mit seinem zwischenzeitlichen 1:1 in der 32. Minute einen wichtigen Beitrag beim bis dahin enttäuschenden Auftritt des Absteigers gegen Aue leistete.

"Ich freue mich riesig, dass ich das Glück hatte, dass mir der Ball direkt vor die Birne fliegt", so der 30-Jährige, der ein Kompliment für Marvin Ducksch parat hatte. Der Stürmer brachte nach seiner Einwechslung Schwung in das lange Zeit schwache Offensivspiel des Teams. "Wenn man sieht, was Duckschi für eine Präsenz hat, was er für Zweikämpfe gewonnen und Pässe gespielt hat, dann sieht man, dass er der Mannschaft weiterhelfen kann", so Bakalorz.

Im Endeffekt soll er mich mit umhauen, Hauptsache der Ball ist geklärt. Aber ich muss den natürlich über das Tor oder nach vorne weg klären.

Marvin Bakalorz nach seinem Eigentor

"Der Sieg war auf jeden Fall verdient. Wir hatten viel mehr vom Spiel und viele Torchancen. Natürlich sah nicht alles super aus, das ist klar, aber mit den Siegen kommt das", resümierte Bakalorz, der unfreiwillig sogar zum Doppeltorschützen wurde und beim zweiten Gegentor alles andere als "super" aussah. Nach einem Freistoß des Auers Philipp Riese köpfte er den Ball über seinen eigenen Torwart Ron-Robert Zieler hinweg beim Klärungsversuch ins eigene Tor. "Ich habe kein Kommando gehört", entschuldigte sich der Pechvogel, "im Endeffekt soll er mich mit umhauen, Hauptsache der Ball ist geklärt. Aber ich muss den natürlich über das Tor oder nach vorne weg klären. Ich unterschätze den Ball ein bisschen."

Gutes Gefühl

Mit dem Ausgleich zum 2:2 durch Hendrik Weydandt und dem späten Siegtreffer, den Genki Haraguchi markierte, fiel der Fauxpas jedoch nicht so schwer ins Gewicht, so dass am Ende alle mit dem zuletzt nicht gerade verwöhnten Anhang feiern konnten. "Man hat gesehen, dass die Jungs das dritte Tor unbedingt machen wollten. Die sind dann auch über die Bande zu den Fans. Dieser Sieg war für die Fans. Alle gehen mit einem richtig guten Gefühl nach Hause."

Auch Bakalorz, der vor dem Trainerwechsel von Mirko Slomka zu Kenan Kocak in Hannover eine lange Zeit des Reservistendaseins erleben musste. "Gerade am Anfang der Saison war es echt eine schwierige Situation für mich, deswegen freut es mich ungemein, dass wir gewonnen haben. Mein Tor hat dazu beigetragen."

Bjarne Wulf