2. Bundesliga

Thioune: "Bin nicht davon ausgegangen, dass wir hier als Sieger vom Platz gehen"

Kiels Coach Werner bemängelt individuelle Fehler

Thioune: "Nicht davon ausgegangen, dass wir hier als Sieger vom Platz gehen"

"Wir gingen verdient mit einem Rückstand in die Halbzeit, nach den ersten 30 Minuten bin ich nicht davon ausgegangen, dass wir hier als Sieger vom Platz gehen", sagte Osnabrücks Trainer Daniel Thioune auf der Pressekonferenz nach der Partie. In der Tat hatte sein Team in der ersten halben Stunde nur wenig zu bestellen. Die Kieler waren aggressiver in den Zweikämpfen und sowohl im Kopf als auch in den Beinen schneller als die Niedersachsen. Besonders über die beiden flinken Außen Emmanuel Iyoha und Jae-Sung Lee machten die Störche mächtig Druck. Das 1:2 aus Osnabrücker Sicht zur Pause war sogar noch schmeichelhaft.

Doch im zweiten Durchgang drehte Osnabrück dann tatsächlich noch die Partie. "Kiel hat es in der ersten Halbzeit richtig gut gemacht, aber wir haben im zweiten Durchgang dann alles umsetzen können, was wir uns in der Pause vorgenommen hatten", freute sich VfL-Kapitän Marc Heider über die Leistungssteigerung in Hälfte zwei. Wobei sich besonders das schnelle 2:2 durch einen wunderschönen Freistoßtreffer von Marcos Alvarez in der 48. Minute als der Wendepunkt erwies.

Stöver: "Haben nach dem 2:2 den Faden verloren"

Dies sah man auch bei der KSV Holstein. "Wir haben bis zum 2:2 viele Dinge richtig gemacht, danach aber den Faden verloren, und der Gegner hat die Räume gnadenlos ausgenutzt", wird's Kiels Geschäftsführer Sport, Uwe Stöver, auf der KSV-Website zitiert. Trainer Ole Werner trauerte besonders den liegengelassenen Möglichkeiten in Hälfte eins hinterher. "Wir hätten zur Pause höher führen müssen", sagte Werner. Doch seine Spieler leisteten sich zu viele "individuelle Fehler", die der Gegner eiskalt ausnutzen und dadurch auf die Gewinnerstraße einbiegen konnte. "Wir gehen deshalb nicht unverdient als Verlierer vom Platz, aber wir werden die Fehler in Ruhe analysieren und daraus unsere Schlüsse ziehen", kündigte Werner an.

jer