2. Bundesliga

Wirbel beim VfB: Riethmüller gesteht Facebook-Post

Präsidentenwahl in Stuttgart

Wirbel beim VfB: Riethmüller gesteht Facebook-Post

Christian Riethmüller

"Es war emotional und inhaltlich daneben": Christian Riethmüller. imagi images

Sowohl Riethmüller als auch Konkurrent Claus Vogt wollen bei ihrer Wahl wieder Ruhe in den Verein bringen, doch schon im Vorfeld ist das Gegenteil der Fall. Riethmüller wittert einerseits eine Kampagne gegen seine Person, muss aber andererseits zugeben, dass er im April dieses Jahres Santiago Ascacibar nach seiner Roten Karte im Spiel gegen Leverkusen in einem Kommentar auf Facebook wüst beschimpft hat ("[..]Solche fiesen, miesen, kleinen Stinker haben wir nicht nötig[...]"). Während er diesen Post am Freitag in einer ersten Stellungnahme noch nicht eingeräumt hatte, veröffentlichte Riethmüller am Samstag eine weitere Stellungnahme.

"In den vergangenen Wochen habe ich mich im Rahmen meiner Kandidatur zum Präsidenten des VfB Stuttgart immer wieder für Transparenz und ein klares Bekenntnis zu Fehlern und dem Willen zur Verbesserung ausgesprochen. Das sind Maßstäbe, die ich nicht nur an andere, sondern vor allem auch an mich selbst anlege. Fehler machen, lernen, Dinge verbessern - das sind Prinzipien von mir. Zu dem Facebook-Kommentar nach der Spuck-Attacke auf einen Gegenspieler durch Ascacibar im April dieses Jahres muss ich deshalb ganz klar und unmissverständlich einräumen: Ja, ich habe diesen Kommentar damals in der emotional aufgeheizten Stimmung als Reaktion auf einen VfB-Post auf die Facebook-Seite des Vereins geschrieben - als enttäuschter, wütender Fan und in eine lange Aneinanderreihung anderer wütender Kommentare. Ich habe mich hier in dem Moment von der Welle mitreißen lassen und das war natürlich kein bisschen 'professionell'. Es war emotional und inhaltlich daneben."

VfB wusste von Riethmüllers Kommentar

Außerdem teilte Riethmüller mit, dass der VfB über den Kommentar informiert war und ihn vor wenigen Wochen damit konfrontiert habe. Der Kommentar "war dem Verein also schon bekannt, als er sich dazu entschloss, mich als einen der letzten beiden Kandidaten aufzustellen". Er habe diesen, wie auch "wenige weitere aus Fandiskussionen", gelöscht.

Riethmüller und Vogt waren vom Verein unter mehreren Bewerbern als Kandidaten für die Nachfolge von Wolfgang Dietrich ausgewählt worden. Unter anderem wurde Bewerber Guido Buchwald nicht berücksichtigt. Der Weltmeister von 1990 hatte daraufhin die Gremien des VfB scharf kritisiert.

tru