Bundesliga

"Im Leben noch nicht gesehen": Hütters Rüffel für Dingert

Eintracht-Coach lobt "sensationelles" Comeback seiner Mannschaft

"Im Leben noch nicht gesehen": Hütters Rüffel für Dingert

Almamy Toure sieht von Christian Dingert Gelb

Eine Szene, die anschließend Frankfurts Trainer auf den Plan rief: Referee Christian Dingert zeigt SGE-Verteidiger Almamy Toure die Gelbe Karte. imago images

Zumindest den freien Fall in der Liga konnte die Eintracht stoppen: Das 2:2 gegen die Hertha bedeutete das erste Remis nach zuvor drei Niederlagen in Serie. Für die eigenen Ansprüche war der eine Zähler aber auch angesichts des großen Engagements zu wenig. "Wir müssen heute enttäuscht sein", stellte Joker Sebastian Rode bei "DAZN" klar.

Das Hauptproblem hatte der eingewechselte Torschütze schnell ausgemacht. "Wir haben uns sehr viele Chancen herausgespielt. Die Herthaner hatten, glaube ich, zwei oder drei Chancen und machen zwei Tore. Wir haben es einfach nicht geschafft, es vorne klar zu Ende zu spielen. Am Ende sind wir froh, einen Punkt geholt zu haben, aber heute sollte es deutlich mehr sein", haderte Rode.

Hinteregger über Anschlusstreffer: "Ein bisschen erschrocken"

Die Rahmenbedingungen, Kälte und ein "schmieriger Rasen", hätten es schwierig gemacht, Kombinationsfußball aufzuziehen. Aber das, machte Rode deutlich, dürfe "keine Ausrede sein". Positiver gestimmt war Innenverteidiger Martin Hinteregger, der einmal mehr seinen Wert auf der anderen Seite des Platzes unter Beweis stellte. Der Österreicher traf selbst per Kopf ("Ich bin ein bisschen erschrocken, dass der Ball kommt und halte einfach die Birne hin") und legte das 2:2 von Rode - wenn auch etwas unfreiwillig - auf.

"Mir gefällt es gerade richtig, mit der Mannschaft zu fighten", so der gewohnt kampfstarke Linksfuß. Dass die "Tore wieder kommen werden", davon sei er überzeugt. Auch Coach Hütter zog ein positives Fazit: "Wir sind unglaublich gut zurückgekommen. Wie das Team gefightet hat, ist sensationell. In der Summe hätten wir das Spiel gewinnen müssen."

Diesen Vorwurf muss er sich auch gefallen lassen.

Adi Hütter über Christian Dingert

Angesichts der Tatsache, dass seine Mannschaft "zehn, zwölf Spiele mehr als der Gegner" auf dem Buckel habe, sei der Einsatz nach dem Seitenwechsel noch höher zu bewerten. Abschließend wandte sich der Österreicher noch in Richtung Referee Christian Dingert, der alle Hände voll zu tun hatte und unter anderem zwei Eintracht-Tore aberkannte. "Ich habe heute keine gute Schiedsrichter-Leistung gesehen, obwohl vielleicht die entscheidenden Situationen richtig bewertet wurden", so sein Eindruck.

Was er im Speziellen meinte? Die 52. Minute, in der Almamy Toure den Ball an Gegenspieler Dodi Lukebakio vorbeilegte und er dem Belgier Sekundenbruchteile später heftig auf den rechten Fuß trat. Dingert holte sofort die Gelbe Karte heraus und ließ nicht mit sich diskutieren. Hütters Kommentar zu der Szene: "Die Aktion mit Almamy Toure, wo er klar am Ball ist und er (Dingert, d.Red.) dann eine Gelbe Karte gibt. So etwas habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen. Diesen Vorwurf muss er sich auch gefallen lassen."

msc

Bilder zur Partie Eintracht Frankfurt - Hertha BSC