3. Liga

Hansa Rostock-Coach Jens Härtel kritsiert Uerdingen: "Die eiern rum"

Rostock will wieder oben mitmischen

Härtel kritsiert Uerdingen: "Die eiern rum"

Will mehr Offensivdrang und Tore seines Teams sehen: Jens Härtel.

Will mehr Offensivdrang und Tore seines Teams sehen: Jens Härtel. picture alliance

Nach dem 1:0-Sieg aus der Vorwoche über die Würzburger Kickers, bei dem die Hansestädter bereits den fünften Heimerfolg der Saison feierten, ließ Härtel in dieser Woche vor allem offensive Spielformen üben. Denn wie der Coach richtig feststellte, hatte seine Mannschaft "eine Reihe von hochklassigen Möglichkeiten, die wir nicht genutzt haben".

In der vergangenen Woche schossen die Gäste durch ein Eigentor von Luca Pfeiffer den einzigen Treffer des Tages. Der Fokus lag daher vermehrt auf dem Abschluss: "Wir müssen jetzt zusehen, dass wir die Chancen auch nutzen. So viel können wir nicht nochmal verdaddeln", erklärte Härtel. In den letzten vier Spielen schoss seine Mannschaft gerade einmal drei Tore. So ist die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen "nicht hoch".

Leeres Stadion "gewöhnungsbedürftig"

Die Partie in der Düsseldorfer Merkur-Spiel-Arena bezeichnete er unterdessen als "gewöhnungsbedürftig. In so einem großen Stadion vor 6.000 Zuschauern zu spielen, wenn überhaupt" seien die Hansestädter schließlich nicht gewohnt. Dennoch fordet er: "Trotzdem müssen wir von der Einstellung und der Motivation her auf genau demselben Level sein, wie wir es gegen Würzburg waren." Denn nur acht ihrer 22 Punkte erzielte die Kogge in der Fremde. Das soll jetzt besser werden. Am besten schon beim KFC. Denn das "Gefühl zu gewinnen, vor dem Block zu stehen und zu feiern", wäre "ein lohnendes Ziel". Daher fügte er an: "Die Jungs sollten jetzt Blut geleckt haben. Dann ist es ganz egal, ob es in Düsseldorf vor einem fast leeren Stadion, oder im Ostseestadion ist."

Die Jungs sollten jetzt Blut geleckt haben. Dann ist es ganz egal, ob es in Düsseldorf vor einem fast leeren Stadion, oder im Ostseestadion ist.

Jens Härtel.

Mit den Aufstiegsrängen hat der KFC im Gegensatz zu den Rostockern derzeit zwar weniger zu tun, als ihm lieb ist, aber Härtel stellte im Bezug auf den kommenden Gegner dennoch fest: "Uerdingen hat sich im Laufe der Saison stabilisiert und ist vor allem bei Standards gefährlich. Sie haben eine erfahrene, abgezockte Mannschaft mit einigen jungen Talenten." Um im Aufstiegskampf mitmischen zu können, müsse man seiner Meinung nach aber "erstmal in den Rhythmus kommen, damit die Qualität der Spieler zum Tragen kommt. Erst wenn ich genauso aggressiv, genauso lauffreudig wie der Gegner bin, dann kann meine individuelle Qualität den Unterschied machen". Das sehe man auch an den Aufstiegsmannschaften der letzten Jahre - aber eben noch nicht genügend an den Krefeldern.

Uerdinger Infrastruktur "nicht so gut"

Auf Dauer könne Uerdingen zwar oben mitspielen, aber eben nur, wenn sie die richtigen Schlüsse aus ihren Fehlern ziehen: "Es gehören halt auch infrastrukturelle Dinge dazu. Was man alles so liest, ist nicht so gut. Die eiern rum, suchen Trainingsplätze - und das sind Sachen, die eben funktionieren müssen" ergänzte der 50-Jährige. Die angesprochene Stadionsituation sei für den KFC nicht einfach - und wird es auch für Hansa nicht sein: "Es wird eine Atmosphäre, die wir nochmal ansprechen und die Jungs darauf vorbereiten werden", erklärte Härtel, der, mit Ausnahme von den Verletzten Kai Bülow, Nikolas Nartey und Erik Engelhardt, auf alle Spieler seines Kaders zurückgreifen könne.

kon