Bundesliga

Streich: "Sie sind bestimmt ganz schön sauer"

SC-Trainer beeindruckt von Wolfsburger Kopfballstärke und Tempo

Streich: "Sie sind bestimmt ganz schön sauer"

Christian Streich

Wie erwartet wieder voll des Lobes für den kommenden Gegner: SC-Trainer Christian Streich. imago images

Die letzte Begegnung der beiden Teams verlief spektakulär. Als der Sport-Club den VfL im Februar zum Rückrundenspiel im Schwarzwald-Stadion empfing, gingen die Gäste dreimal in Führung, dreimal glichen die Freiburger aus, durch Vincenzo Grifo, Nils Petersen und Luca Waldschmidt. Für den SC war es der erste Punktgewinn gegen Wolfsburg im eigenen Stadion seit 2011. Alle fünf Heimspiele danach hatten die Freiburger verloren. Unter Trainer Christian Streich hat der SC also noch kein Heimspiel gegen Wolfsburg gewonnen. Unter den vorherigen Trainern haben die Freiburger hingegen nie zu Hause gegen den VfL verloren (sechs Siege, drei Remis).

Die Niedersachsen sind bei keinem anderen Verein auswärts so lange ungeschlagen, und werden das am Samstag (15.30 Uhr) fortsetzen wollen - erst recht nach der "unglücklichen Niederlage gegen Bremen, da sind sie bestimmt ganz schön sauer und wollen jetzt unbedingt gewinnen", vermutet Streich. Schließlich habe der VfL ganz andere Ambitionen als der SC und wolle in den Europapokal. "Sie werden versuchen, schnell in die Spitze zu spielen und uns zu beeindrucken", sagte Streich. Das Team von Oliver Glasner habe "extrem starke Kopfballspieler und nebendran viel Tempo auf den Außenbahnen".

Dazu kommt in der Spitze der beste Wolfsburger Torschütze Wout Weghorst. "Ich gehe fest davon aus, dass er diesmal keins schießt", sagte Streich mit einem Grinsen. "Wir beschäftigen uns damit, wie er seine Tore macht", erklärte der SC-Coach, "aber das haben wir mit Claudio Pizarro auch immer gemacht, und dann hat er wieder ein bisschen anderes Tor geschossen." Die genannten Stürmer hätten so eine Qualität, dass sie verschiedene Möglichkeiten hätten und schwer zu verteidigen seien. Das gelte aber auch für den Freiburger Toptorjäger. "Fragen Sie mal ein paar andere Mannschaften wegen Nils Petersen, die beschäftigen sich auch mit Nils, können aber nicht verhindern, dass er ab und zu mal ein Tor schießt", sagte Streich.

Eine torreiche Partie wie beim 3:3 in der letzten Rückrunde ist angesichts des bisherigen Saisonverlaufs an diesem Samstag aber nicht zu erwarten, schließlich hat Wolfsburg mit nur 13 Gegentoren die beste Defensive der Liga. Erst fünf Gegentore kassierte der VfL auswärts, so wenig wie keine andere Mannschaft. Freiburg wiederum stellt mit nur sechs Gegentoren die beste Heimdefensive (zusammen mit Dortmund).

Daniela Frahm

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