2. Bundesliga

Nürnbergs Trainer Jens Keller: "Wir haben selbst genügend Probleme"

Nürnberg seit acht Pflichtspielen sieglos

Keller: "Wir haben selbst genügend Probleme"

Erster Sieg im dritten Spiel mit Nürnberg? Trainer Jens Keller.

Erster Sieg im dritten Spiel mit Nürnberg? Trainer Jens Keller. imago images

Während das torlose Remis im Derby in Fürth als Schritt in die richtige Richtung gewertet werden konnte, folge am vergangenen Spieltag ein ernüchterndes 0:2 gegen das damalige Schlusslicht Wiesbaden. Für die Nürnberger das achte Pflichtspiel in Folge ohne Siege. Selbstredend wird die Unruhe größer. "Die Unruhe können wir zum positiven beeinflussen. Aber mit diesen Dingen beschäftigen wir uns nicht, wir konzentrieren uns auf die tägliche Arbeit mit den Jungs", sagte Jens Keller auf der Pressekonferenz am Freitag.

Am Montag geht es nun nach Stuttgart. Der Tabellendritte zählt zu den ganz heißen Aufstiegskandidaten in diesem Jahr. "Stuttgart hat aus meiner Sicht den besten Kader in der Liga, sie haben eine unheimliche Qualität, auch in der Breite. Das ist eine Top-Mannschaft", lobte Keller, der weiß: "Man sieht auch da, es läuft nicht alles rund. In der 2. Liga ist es nicht so einfach, dass alles auf Knopfdruck funktioniert wie man sich das vorstellt." Die Schwaben verloren zwei der letzten drei Ligaspiele.

Keller lobt Didavi

Speziell ein Spieler beim VfB hat es Keller angetan: Daniel Didavi. Der Spielmacher könnte nach längerer Verletzungspause am Montag sein Comeback feiern. "Er ist ein Riesenfußballer, hat einen super linken Fuß und kann gefährliche Bälle spielen. Er kann den Ball gut behaupten und ist torgefährlich aus der zweiten Reihe, dazu schlägt er gute Standards", so das Loblied des Nürnberger Coaches.

"Ich kenne den Verein nicht mehr"

Für Keller ist es am Montag auch ein Treffen mit der Vergangenheit, denn er war für Stuttgart als Spieler, Jugendtrainer, Co-Trainer sowie Cheftrainer der ersten Mannschaft aktiv. "Ich kenne den Verein nicht mehr, da hat sich alles verändert", stellte der Coach klar und ergänzte: "Wir haben selbst genügend Probleme und kümmern uns nicht um die Probleme des VfB Stuttgart. Klar haben sie aktuell auch keine breite Brust, was man so hört, gibt es dort ebenfalls Unruhe. Aber das sind keine Punkte, mit denen wir uns beschäftigen."

Keller hofft auf Valentinis Einsatz

Womit sich Keller natürlich beschäftigt, ist die Startelf für Montagabend. Da hofft der Coach, dass er auf Enrico Valentini bauen kann, der Defensivmann hatte zuletzt Magen-Darm-Probleme. Bei Oliver Sorg (muskuläre Probleme) sowie Georg Margreitter (Achillessehnen-Probleme, seit Mittwoch wieder im Mannschaftstraining) wird es eng.

mst