Bundesliga

1899 Hoffenheim: Nun soll Samassekous Stunde schlagen

Hoffenheims Rekordtransfer vor Startelfdebüt

Nun soll Samassekous Stunde schlagen

Diadie Samassekou

Rudys Sperre erhöht seine Chancen auf einen Startelf-Einsatz: Diadie Samassekou. imago images

Nach nur einer Trainingseinheit mit den neuen Kollegen warf ihn TSG-Coach Alfred Schreuder gleich zum Bundesligastart ins kalte Wasser und verhalf dem nach einer guten Stunde eingewechselten Samassekou beim 0:1 in Frankfurt seine ersten Bundesligaminuten.

Da hat es einer eilig, dachten alle, schließlich tun sich Neuzugänge in Hoffenheim bisweilen schwer am Anfang. "Ich war bereit, ich hatte ja in Salzburg schon gespielt", erklärte der Mittelfeldspieler damals, "mein persönliches Ziel ist, möglichst viele Spiele zu machen und dem Team zu helfen."

Spielersteckbrief Samassekou

Samassekou Diadie

Trainersteckbrief Schreuder

Schreuder Alfred

Muskelfaserriss bedeutet Rückschlag

Das klappte fortan allerdings kaum noch. Nur zwei weitere Einsätze jeweils über nur wenige Minuten sind seither notiert. Denn in der ersten Länderspielpause zog sich Samassekou, der im Sommer auch schon den Afrika-Cup gespielt hatte, in seiner Heimat einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zu und fehlte Hoffenheim nach dem dritten Spieltag. Erst letztes Wochenende gegen Düsseldorf kehrte der Afrikaner wieder für einige Minuten auf dem Platz zurück.

Nun aber deutet sich Samassekous Startelfdebüt für die Hoffenheimer an. Denn im Duell mit Ex-Coach Julian Nagelsmann in Leipzig wird der TSG mit dem gelbgesperrten Sebastian Rudy ein bislang gesetzter Spieler aus der Zentrale fehlen. Da steigen die Chancen Samssekous, endlich mal von Beginn an ran zu dürfen. "Er ist schon ein Startelfkandidat, die Chance ist groß, dass er von Anfang an spielt", bestätigt Schreuder, "er hat sich mehr an das Tempo gewöhnt, das war schon höher als das, was er gewöhnt war. Dann hatte er eine schwere Verletzung." Zudem dürfte Samassekou gegen Leipzig ganz besonders motiviert sein zu zeigen, dass er das viele Geld auch wert ist. Schließlich ist der 23-Jährige ein Kind des RB-Projektes.

Upamecano und Haidara werben vergeblich

Vor vier Jahren war das Talent von AS Real Bamako zu RBs Farmteam FC Liefering gewechselt. Gleich eine Saison später vollzog Samassekou den Sprung zu RB Salzburg, wo er drei Meisterschaften und zwei Pokalsiege einfuhr und zuletzt unter dem heutigen Gladbacher Trainer Marco Rose weiter reifte. Um nun im Sommer auch auf Anraten zwei seiner beiden besten Freunde den Schritt in die Bundesliga zu wagen. Diese Kumpels heißen Dayot Upamecano und Amadou Haidara. Samassekous Salzburger Weggefährten spielen nun in Leipzig und sind am Samstag seine Gegner. "Wir sind immer in Kontakt, sie haben mich motiviert, nach Deutschland zu kommen, sie wollten eigentlich, dass ich auch nach Leipzig komme, aber ich habe mich für Hoffenheim entschieden", erzählt Samassekou, "sie haben mir erzählt, wie hart und intensiv der Fußball hier ist." Das hat er mittlerweile am eigenen Leib erfahren, bislang vor allem im Hoffenheimer Training. "Die Qualität ist sehr hoch, ich muss mein Level erhöhen", stellte er gleich nach den ersten Einheiten fest. Diese Adaption scheint abgeschlossen, nun soll Samassekous Stunde schlagen.

Michael Pfeifer

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