Bundesliga

Streli Mamba jagt Elias Kachunga: Fernduell der Top-Scorer des

Stürmer könnte Paderborns Rekordtorschütze werden

Fernduell der Top-Scorer: Mamba jagt Kachunga

Streli Mamba, Elias Kachunga

Top-Torjäger für den SCP: Streli Mamba (li.) und Elias Kachunga (re.). imago image (2)

Was verbindet Ostwestfalen mit der Demokratischen Republik Kongo? Eine sportliche Antwort auf diese Frage liefert der tiefere Einblick in die Torjägerlisten der Fußball-Bundesliga. Die beiden besten Schützen des SC Paderborn nämlich haben ihre Wurzeln in dem afrikanischen Staat. Auf den aktuellen Top-Scorer des Aufsteigers Streli Mamba, geboren im schwäbischen Göppingen, trifft das genauso zu wie auf den bisherigen Bundesliga-Rekordschützen der SCP-Historie Elias Kachunga, der in Köln das Licht der Welt erblickte. Beide besitzen sowohl den deutschen als auch den kongolesischen Pass.

Kachunga war es, der am 24. August 2014 daheim beim 2:2 gegen Mainz das erste Paderborner Tor überhaupt in der Bundesliga erzielte. Erfolgreich ging es für den damals 22-Jährigen zunächst weiter. Bis zum 14. Spieltag der damaligen Saison hatte er immerhin fünf Treffer auf seinem Konto. Auf den sechsten, der ihn bis heute zum Torjäger Nummer eins der Ostwestfalen macht, musste er allerdings bis zum 28. Spieltag warten. Nach Paderborns Abstieg 2015 erreichte Kachunga diese Leistung nach dem Wechsel zu Aufsteiger Ingolstadt nicht einmal mehr annähernd. Nach einer torlosen Saison mit nur zehn Einsätzen wechselte er 2016 zu seinem heutigen Klub Huddersfield Town auf die britische Insel.

Spielersteckbrief Kachunga

Kachunga Elias

Spielersteckbrief Mamba

Mamba Streli

Dorthin zieht es möglicherweise auch einmal Streli Mamba, für den sich Premier-League-Klub West Ham United interessieren soll. Vorerst hat der 25-Jährige mit den Paderbornern noch viel vor. Der Klassenerhalt steht an oberster Stelle, zugleich aber jagt der Ex-Cottbuser persönlich im Fernduell den Allzeit-Bestwert seines Vorgängers Kachunga - mit weiteren erstaunlichen Parallelen. Bereits vor dem nun anstehenden 14. Spieltag, an dem der SCP bei Werder Bremen antritt, weist der Stürmer fünf Saisontore auf. Er könnte also mit einem weiteren die Marke von Kachunga an diesem Sonntag zumindest egalisieren und die kuriose Geschichte der Paderborner Torjäger um ein weiteres Kapitel bereichern.

Die Quote spricht für Mamba

Die Chancen, dass Mamba bald zur Nummer eins im Angriff wird, stehen nicht schlecht. Der beherzte Offensivfußball von Steffen Baumgart ist für Stürmer geradezu prädestiniert, auch scheint der Trainer dem Spieler nach zeitweiser Nichtberücksichtigung inzwischen wieder voll zu vertrauen und ihm weitere Einsätze kredenzen zu wollen. "Streli arbeitet sehr gut, mittlerweile auch gegen den Ball", lobte der Trainer seinen eminent schnellen Schützling. "So ist dann auch sein Erfolg zu erklären, weil er eben in beide Richtungen arbeitet."

Dafür, dass der Rekord fällt, spricht nach derzeitigem Stand auch die Effizienz der beiden Akteure: Während Kachunga in der Saison 2014/15 rechnerisch alle 370 Minuten ein Tor erzielte, brauchte Mamba in seinen bisher neun Partien im Schnitt lediglich 124 Minuten, ehe er wieder zuschlug.

mib