2. Bundesliga

Dresden-Trainer Heiko Scholz: "Nach fünf Minuten habe ich zurückgerufen, dass ich im Auto sitze"

Dresdens Interimstrainer Heiko Scholz und das eine große Ziel

"Nach fünf Minuten habe ich zurückgerufen, dass ich im Auto sitze"

Heiko Scholz

"Sprechen und kommunizieren": Dynamos Interimstrainer Heiko Scholz (2.v.re.) im Gespräch mit der Mannschaft. imago images

Im vereinseigenen TV-Kanal sprach der neue SGD-Coach über...

...den Anruf von Ralf Minge:
"Ich stand mit Ralf über die Jahre immer in Kontakt und habe mich total gefreut. Ich wusste auch nicht gleich, wie das geht, da ich ja noch Vertrag hatte. Ich musste mir ein paar Minuten einen Kopf machen, aber nach fünf Minuten habe ich zurückgerufen, dass ich im Auto sitze und alles unterwegs klären werde. Ich war sehr stolz und freue mich drauf."

...Glückwünsche von Freunden und Bekannten:
"Ich hatte gestern keine Zeit mehr, alles zu beantworten. Ich hatte so viele SMS - ich wusste gar nicht, dass so viele meine Telefonnummer haben. Da sieht man mal die Strahlkraft von Dynamo."

Es war komisch, Fiel ist ein Dynamo-Idol. Den liebt man.

Heiko Scholz

...die Trennung von Vorgänger Cristian Fiel:
"Es war komisch, Fiel ist ein Dynamo-Idol. Den liebt man. Für alle Beteiligten ist das unangenehm. Aber das ist das Profigeschäft. Man hat den Jungs angemerkt, dass es ihnen nahe geht. Das ist menschlich und zeigt, dass hier gute Arbeit geleistet wurde."

...seine Art als Trainer:
"Ich bin sehr lange in dem Geschäft, war lange Profi. Ich habe viele Trainer gehabt und mir überall das Beste herausgesucht. Ich bin so, wie ich das selbst als Spieler gerne gehabt hätte. Man muss hart sein, wenn es um das Training geht, aber trotzdem muss man mit den Jungs - die Zeiten haben sich geändert - auch viel sprechen und kommunizieren. Die müssen wissen, dass sie mich brauchen, und ich brauche auch die Jungs auf dem Platz."

...seine ersten Momente mit der Mannschaft:
"Ich habe den Jungs nur gesagt, dass es nicht um einzelne Personen, sondern um Dynamo Dresden geht. Wir müssen hier durch und im Sommer unbedingt den Klassenerhalt schaffen."

Wir dürfen keine Angst vor dem Versagen haben, denn dann hast du schon versagt.

Heiko Scholz

...seinen Plan, das Ruder herumzureißen:
"Eines ist Fakt: Wir müssen schnellstmöglich in diesen Tagen eine Sicherheit in die Mannschaft kriegen, im taktischen Bereich den Jungs ein bisschen was an die Hand geben. Wir müssen am Sonntag drei Punkte holen. Da brauchen wir auch das Publikum. Wir dürfen keine Angst vor dem Versagen haben, denn dann hast du schon versagt. Wir müssen Selbstvertrauen haben. Es werden wieder Fehler passieren, das muss das Publikum auch wissen. Aber in so einer Situation geht es nicht über Schönspielerei. Wir müssen zweckmäßig spielen und das Ding gewinnen."

...seinen geplanten Rücktritt ins zweite Glied:
"Ich denke, dass es im Leben wichtig ist, sich selbst einzuschätzen. Es geht heute nur noch im Team. So viele Sachen sind wichtig. Ich habe lange Jahre als Co-Trainer gearbeitet. Ich möchte Erfolg und ein Team haben, in dem man sich versteht, in dem man auch kritisch ist. Am Ende muss man rausgehen und dieselbe Meinung haben. Das habe ich auch den Spielern gesagt. Dann denke ich auch, dass es wieder bergauf gehen wird."

kög